Rollstuhl im Auto laden

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PPpillux38
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Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von PPpillux38 » Donnerstag 15. Juli 2021, 22:07

Hallo, liebe Leute,
mein Rollstuhl wurde bisher in der Garage an einer 220V-Steckdose geladen
Die Garagen werden abgerissen.
Er muß künftig immer im Auto am 12V-Bordnetz geladen werden.
Sowas geht ja auch mit Kühlboxen, Handys und vielen anderen elektrischen Verbrauchern
Wer hat Erfahrung mit dem Thema?
PPpillux

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wirkola
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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von wirkola » Freitag 16. Juli 2021, 12:51

Hallo PPpillux 38 !

Das funktioniert nicht meiner Meinung nach , weil der Energieinhalt der 12 V Batterie geringer ist und auch 12 V zu wenig ist eine 24 V Batterie zu

laden . Kühlboxen 12 V und Handys 5 V USB ist was anderes , die Spannung am Akkueingang muß immer = oder > sein .
Wirkola

Grüße aus dem grünen Herz Deutschlands ! Durch die Fotografie lernte ich das Sehen - durch das Betrachten alter Bilder lernte ich, wie wichtig Erinnerungen sind. / JE SUIS CHARLIE / Die beste Kamera ist die , die man dabei hat .

Gesa
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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von Gesa » Freitag 16. Juli 2021, 23:17

Moin,

Ist das ein privat finanzierter Rolli oder gibt es einen Kostenträger? Frage in die Runde, wäre der Kostenträger evtl verpflichtet, eine Lademöglichkeit zu schaffen, wenn die vorhandene entfällt? Dann könnte evtl. auch eine sog. Rolligarage in Betracht kommen?

Ansonsten fürchte ich auch, dass es im Auto nicht geht. Es gibt zwar Wandler von 12 V auf 240 V, aber ich denke auch, dass das nicht hinhauen wird.

An meinem Auto habe ich ein Silikonkabel, das so flexibel ist, dass es durch die geschlossene Tür gelegt werden kann, ohne kaputt zu gehen. Dieses habe ich, damit ich zur Not die Batterie vom Auto an einer Steckdose laden kann. Vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, in der Nähe des Autos eine Steckdose zu schaffen, und ein Silikonummanteltes Verlängerungskabel zu erwerben?

Lg Gesa

PPpillux38
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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von PPpillux38 » Samstag 17. Juli 2021, 23:35

Hallo + vielen Dank für die schnellen Antworten.
Verkäufer war ein Sanitätshaus - aber wie bei anderen Verkäuferfern auch:
sobald die 27.000€ von der Krankenkasse bezahlt waren rutscht das Interesse+der Kundenienst auf NULL
Und die Krankenkasse hält sich vornehm zurück, hat mir aber empfohlen, dass ich bei Problemen jedes Sanitätshaus (nicht nur den Lieferanten des Rollis) kontaktieren könnte.
Das werd ich demnächst auch noch angehen.

Hersteller des Rollstuhls ist zwischenteitlich mehrfach vor der Insolvenz gerettet und verkauft worden - auch Level NULL

Batteriehersteller - Banner, Bosch+Varta - angefragt - Antwort steht noch aus; vermutlich kommt auch keine

Hersteller des Original-Ladegerätes in Schweden angefragt - Suuuper!
Hat aber keine Lösung im Angebot, dafür aber Angaben zu den vorhandenen technischen Notwendigkeiten. Die sind aber relativ kompliziert, weil ich mit den Begriffen wie VA (Voltampere) reiner Sinus-Wechselstrom und noch einigen anderen (noch) nicht viel anfangen kann.

Der umständliche Weg ist: von Autobatterie/Lichtmaschine mit 12V74Ah auf Wechselrichter der macht daraus 230 Volt/50Hz und ca. 600W Ausgangsleistung an den wird das Original-Ladegrät angeschlossen und macht daraus 24Volt Gleichstrom und 8 Ampere.
Das ist mit relativ hohem messtechnischen Aufwand verbunden; die einzelnen Komponenten wären nichtmal sonderlich teuer.
Ob sich aber alles untereinander verträgt ist DIE GROSSE FRAGE, die vom schwedischen Hersteller des Ladegerätes auch nicht beantwortet werden konnte.
Grundsätzlich reicht die Leistung Lichtmaschine des Autosystems (Lichtmaschine+Batterie) dicke aus.

Aber ich lerne dazu und hatte die Hoffnung, dass bei Rollifahrern schon sowas ausgetüftelt wurde.
Es wäre doch sicherlich eine Marktlücke.

Alternative wäre ein Rollstuhlbox in der Grünanlage vor dem Haus hinzusetzen, möglichst dicht am Stromverteilerkeller und eine Erdleitung zu verlegen.
Aber auch hier werden die Hürden wohl himmelhoch sein.

Ich werde mal ein paar Komponenten beschaffen und einen Testaufbau installieren.
Schau'n mer mal ob das Auto oder Rolli in Flammen aufgeht.

Könnte bis zum Ergebis aber etwas dauern - ich bin ja nur 6km/h schnell.
Gute Wünsche PPpillux

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wirkola
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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von wirkola » Sonntag 18. Juli 2021, 13:24

Hallo PPpillux 38 !

Also 12 V Wechselrichter auf 230 V , da musst Du Deinen Rolli ins Auto laden und Stundenlang umherfahren und lange macht

das Deine Autobatterie nicth mit , die ist auf so viel Entladezycklen nicht ausgelegt . Und Benzin/Diesel zu nehmen und Strom

zu gerieren , ist wohl das teuerste wo gibt . Hast Du schon überlegt die Rolligarage in den Vorgarten zu stellen , Solarpanel drauf ,

24 V Pufferbatterien rein , vollladen lassen und dann über die Nacht den Rolli saugen lassen ist betimmt nicht teurer wie jeder

Tiefbau und der Stom ist kostenlos . Du brauchst nichmal basteln . Die große Powerstation von "PowerOack" fertig , Lithium

Pufferackku 2 kwh , Laderegler für Solar und Wechselrichter 1000 Watt 230V alles da ist normal für Camping und Outdoor .
Wirkola

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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von PPpillux38 » Sonntag 18. Juli 2021, 23:12

Hallo,
die Geschichte mit der Rollstuhlgarage hat mich auch schon beschäftigt und ist auch noch nicht ganz weg.
Was jedoch nicht funktioniert: Solardach.
Laut Krankenkasse sind Rollstuhl und dazugehöriges Ladegerät sozusagen 1 Einheit.
Lade ich mit "Fremdteilen" und beschädige die Krankenkassen-Teile bin ich ersatzpflichtig und evtuell den Rollstuh los.

Die Autoladerei hätte den Vorteil des weitgehend kostenlosen Gebrauchs.
Laut Boschdienst wird die Batterie nicht belastet (ich war der Meinung, dass eine größere mit mind. 100Ah - statt der 74Ah -benötigt wird) die Arbeit leistet die Lichtmaschine und die läuft beim Fahren sowieso. Kostenfaktor sind also nur 1/10 Cent für die höhere Leistung der Lima.
Problematisch ist eher die Frage fahre ich mit dem Rolli wenig genug um mit den "Sowieso-Fahrten" die Rolli-Batterien auf Dauer bei Laune zu halten.
Das müsste ausgetestet werden, im Winter könnte es reichen, weil's mir im Rolli zu kalt wird; im Sommer wird er aber häufiger genutzt.
Wenn's also reicht für Sommer- und Winterbetrieb des Rollstuhls dürfte Rolli-im-Auto-laden die bei weitem billigste Möglichkeit sein.

Überschlägige Kostenermittlung bei
Garage mit 230V-Anschluß
Garage ca. 800€
Liefern, Aufbauen, Baugrund vorbereiten ca. 800€
230V-Zweiganschluß mit Sicherungsautomat im Übergabekeller von Hamburg Strom, Erdleitnung, Schukosteckdose in der Rolligarage ca. 500€
Weiteres Problem bei der Rollstuhlgarage: wer nicht im Eigenheim braucht Genehmigungen.
SUMME ca. 2.100€
Autoladerei
Wechselrichter 600W ca. 50€
Kupferleitung 8-10mm², Natoknochen oder Trennrelais ca. 20€
Montage ca. 50€
Summe ca. 120€
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ein professionell gemachter Bausatz für unter 100€ zu machen ist.
Das wäre doch vielleicht sogar eine Marktlücke.

Jedenfalls finde ich es schon mächtig gewaltig super, dass neue Ideen auftauchen
Vielen Dank+Gute Wünsche aus Hamburg

PPpillux38

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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von wirkola » Montag 19. Juli 2021, 12:20

Hallo PPpillux 38 !

Du hast mich falsch verstanden , die "PowerOak" ist eine mobile Steckdose , die kannst Du mit Solar Laden .

Übrigens auch in der Wohnung mit Ladegerät an der Steckdose , ist tragbar . Dein org. Ladegerät vom

Rolli kannst Du also nutzen . Der Boschdienst hat Dir gesagt , dass geht , aber bestimmt nicht wie lange

es dauert ? Die Lichtmaschine liefert meistens 12V/10A=120Wh pro Stunde , dann brauchst Du 24V ,

hochtransformirert 24V/5A = 60 Wh pro Stunde . Dein Rolli hat vieleicht 80 Ah Batterien , sind 24V X 80Ah

= 1920 Wh , na dann fahre dass mal mit dieser Ladung voll , auch wenn der Rolli nur halb leer und die

Lichtmaschine doppelt so Stark ist , würde ich dass nicht als billigen Strom bezeichnen , von der Zeit her

ganz zu schweigen .
Wirkola

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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von KoerbiFFM » Dienstag 10. August 2021, 17:57

wirkola hat geschrieben:
Freitag 16. Juli 2021, 12:51
Hallo PPpillux 38 !

Das funktioniert nicht meiner Meinung nach , weil der Energieinhalt der 12 V Batterie geringer ist und auch 12 V zu wenig ist eine 24 V Batterie zu

laden . Kühlboxen 12 V und Handys 5 V USB ist was anderes , die Spannung am Akkueingang muß immer = oder > sein .
[/quotIch glaube auch, dass das so dann nicht funktionieren kann. Komisch .

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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von wirkola » Mittwoch 11. August 2021, 02:09

Hallo PPpiillux 38 !

Hohl ne Rolligarage und ne Powerbank mit Steckdose und wenn der Rolli mit dem orginalen Ladegerät geladen ist , dann nehme die leere

Powerbank mit in die Wohnung und lade wieder auf .
Wirkola

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Enrico
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Re: Rollstuhl im Auto laden

Beitrag von Enrico » Samstag 14. August 2021, 14:51

Hallo,die Diskussion ist etwas absurd.
Wieso nicht behindertengerechte wohnumfeld verbesserung bei der Pflegekasse beantragen?
Das Laden im Auto ist schlicht und einfach nicht sinnvoll. Der Akku soll ja voll und nicht zwischengeladen werden, was er nicht verträgt. Dafür müsste wie schon erwähnt die Strecke lang sein. Eine Powerbank bräuchte mehr Ah als der zu ladende Akku, wegen Ladeverlust und Spannungsabfall.
Alles schwer vorstellbar, bleibt nur die schon erwähnte Solar variante oder doch gleich ein Stromaggregat und gut ist´s.
Wenns dann wirklich nur mit Auto geht dann lieber die akkus zum Laden Parallelschalten und über Laderegler (Wohnmobilbedarf) aufladen, bringt weniger Verluste als beim wandeln auf 24 V oder Wechselrichter 230 um dann wieder 24V zu laden.
Grüße
Enrico

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