Handbike - Schaltreihenfolge?

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Snugbug
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Handbike - Schaltreihenfolge?

Beitrag von Snugbug » Samstag 8. Juni 2019, 18:24

Falls ich mir ein Handbike (ankoppelbares Vorderrad) anschaffen würde, gibt es unten am Rad verschiedene Gänge und oben an der Kurbel auch noch mal welche.
Aber in welcher Reihenfolge schaltet man die eigentlich (ausgehend vom Stillstand nach oben und wieder zurück)?

Pippi
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Re: Handbike - Schaltreihenfolge?

Beitrag von Pippi » Samstag 8. Juni 2019, 20:06

Bist du noch nie ein Fahrrad mit Kettenschaltung gefahren?

Hier hat sich jemand Gedanken darüber gemacht.

http://www.zweirad-etzlstorfer.at/blog/gear-shifting

P.S.: Mein Handbike inklusive Motor zur Unterstützung wurde von meiner gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Es hat zwar einen Widerspruch benötigt, aber dann habe ich sogar den zweiten Rolli dafür bezahlt bekommen.

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Janis
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Re: Handbike - Schaltreihenfolge?

Beitrag von Janis » Sonntag 9. Juni 2019, 09:56

Hallo,
in der Regel ist das so, dass die "Gänge" oben an der Kurbel beim Fahren nicht ständig geschaltet
werden, sondern du probierst am Anfang aus, mit welchem Kettenblatt (so heißen die) die Gänge
unten am Rad (Ritzel) für dich am besten zu fahren sind.
Bei der Einstellung bleibst du in der Regel als Ottonormalhandbikefahrer.
Während der Fahrt schaltest du dann nur die Gänge unten am Rad, so wie die Fahrsituation gerade ist.
Große Ritzel brauchst du, wenn es bergauf geht, die kleineren auf der Ebene und bergab.
Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin

Snugbug
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Re: Handbike - Schaltreihenfolge?

Beitrag von Snugbug » Mittwoch 12. Juni 2019, 03:37

Pippi hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 20:06
Bist du noch nie ein Fahrrad mit Kettenschaltung gefahren?
Bin ich tatsächlich noch nie, da der Querschnitt angeboren ist (SpiBi).
Janis hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 09:56
Hallo,
in der Regel ist das so, dass die "Gänge" oben an der Kurbel beim Fahren nicht ständig geschaltet
werden, sondern du probierst am Anfang aus, mit welchem Kettenblatt (so heißen die) die Gänge
unten am Rad (Ritzel) für dich am besten zu fahren sind.
Dann wäre es vermutlich am Sinnvollsten, oben das größte Zahnrad eingestellt zu lassen und nur unten auf- und abwärts zu schalten?
Also zum Anfahren dann oben und unten aufs größte Rad gehen und mit bzw. für zunehmende(r) Geschwindigkeit unten auf ein kleineres Rad zu wechseln. Am Berg dann entsprechend unten wieder auf ein größeres Rad gehen?
Also so ungefähr?
Doof wird es aber, wenn ich beim Anhalten vergessen habe, auf die "Start-Übersetzung" zu gehen,
da sich die Übersetzung, soweit ich weiß, nur beim Rollen ändern lässt, ich also sozusagen schon angefahren sein muss,
um schalten zu können.

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Janis
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Re: Handbike - Schaltreihenfolge?

Beitrag von Janis » Mittwoch 12. Juni 2019, 09:41

Hallo,
genau, bei den oberen drei Zahnrädern stellst du einmal ein und lässt es so.
Schalten tust du dann nur noch unten.
Bei Steigungen nimmst du unten die größeren Zahnräder, bergab die kleineren.

Schalten vergessen beim Anhalten oder bergauf ist schlecht.
Wobei du evtl noch mit den Greifreifen losrollen kannst.
We wäre es mit einer Nabenschaltung? Die kannst du im Stand schalten.
Oder Dual Drive. Das ist eine Kombination aus Kettenschalten und Nabenschaltung.
Bei Stricker gab es das, ich weiß nicht, ob sie das noch haben.

Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin

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Re: Handbike - Schaltreihenfolge?

Beitrag von Gesa » Mittwoch 12. Juni 2019, 11:30

Moin,

normalerweise schaltest Du an beiden Stellen, denn das erste Zahnrad oben ist für die entsprechend an der gleichen Seite vorhandenen Zahnräder unten gedacht, das dritte für die an der anderen Seite. Beim Handbike kannst Du mit dem 2. alle Gänge ansteuern, weil die Kette so lang ist. Es gilt darauf zu achten, dass die Kette nicht zu schräg durch die Ritzel geführt wird.

Inzwischen gibt es ja auch Kettenschaltungen 1-11 und ähnliches, also oben eines und unten 11 Ritzel, recht teuer, aber ziemlich genial, weil man eben wirklich nur noch an einem schalten muss.

Ich würde bei entsprechender technischer und körperlicher Fähigkeit immer eine Kettenschaltung nehmen, sie ist im Alltag etwas wartungsintensiver, weil Du einmal öfter die Kette, Ritzel etc reinigen musst, aber insgesamt ist es meist einfacher selber zu machen als an einer Nabenschaltung.

Ohne Elektrounterstützung würde ich auch noch an eine Berguntersetzung denken, damit Du an Steigungen nicht hängen bleibst.

Ich fahre seit 20 Jahren Handbikes mit Kettenschaltung, und schalte immer munter an beiden Seiten, damit komme ich sehr gut klar. Bei entsprechender Wartung habe ich bei meinem derzeitigen Bike in 25.000 km 3 Ketten, 2 Kassetten und oben 2 Ritzel verschlissen, das finde ich völlig im Rahmen.

Ein Problem sind oft die Bowdenzüge, die ja an den beweglichen "Pedalen" sind, das ist je nach Hersteller besser oder schlechter gelöst. Ich fahre derzeit eins von ProActiv, da war eine gute Lösung, flexpipes für V- Brakes oben an den Pedalen einzufügen, seitdem ist der Verbrauch an Zügen und Hüllen rapide gesunken.

Liebe Grüße
Gesa

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