Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Welche Therapien machst Du oder über welche möchtest Du mehr erfahren?
februaryfriday
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Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von februaryfriday » Donnerstag 13. Juni 2019, 21:28

Hallo ihr,
ich habe hier grade den Fragebogen für die Schmerzambulanz liegen und bin ein bisschen überfordert.

Eigentlich will ich dorthin, weil mein nichtbetroffenes Knie seit Monaten wegen "Überlastung" (Aussage mehrerer Ärzte) rumzickt und nicht mehr aufhört. Der Schmerz ist nicht stark (so 2-3) aber dafür dauerhaft. Allerdings habe ich auch starke Rückenschmerzen, die aber wahrscheinlich psychosomatisch sind und die ich, glaube ich, mit CBD Isolat lindern kann (bisher 3 Mal getestet und für gut befunden. Wahrscheinlich Placebo, weil der Knieschmerz davon nicht weggeht aber hauptsache es wirkt). Die Rückenschmerzen schränken mich eindeutig mehr ein, aber wie gesagt, dafür habe ich (hoffentlich) eine Lösung gefunden.

Jetzt steht in dem Fragebogen "Wegen welcher Schmerzen kommen Sie hauptsächlich zur Behandlung?". Und alle darauffolgenden Fragen (wie sehr eingeschränkt etc etc) beziehen sich darauf. Soll ich da jetzt besser den Knieschmerz angeben (auf die Gefahr, dass die Ärzte da mich für bescheuert halten, weil ich wegen einer 2-3 die kaum einschränkt zum Schmerztherapeuten latsche) oder den Rückenschmerz und das mit dem CBD Isolat erstmal ausklammern und aufschreiben wie es bei Paracetamol und Wärmesalbe damit ist?

Mich überfordert das alles ein wenig. Ich hoffe, es sind keine unnötigen Fragen...
Danke schonmal,
februaryfriday
sie/ihr, 24 J., Hemiparese rechts, rezidivierende Depressionen, Verdacht auf PTBS

ulik
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von ulik » Donnerstag 13. Juni 2019, 21:48

Ist da ken "Mensch" aufgemalt wo du die schmerzzonen einzeichnen kannst?

Mein Tip an dich. Wenn es nicht alles in den Bogen rein passt, nimm ein leeres Blatt und liste die schmerzen mit Art und Auswirkungen auf. Z.B. als Tabelle. (Von Kopf bis Fuß)
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von ulik » Donnerstag 13. Juni 2019, 21:58

Wenns im Knie nicht stimmt kann der Rücken schmerzen. Erst recht da die gesunde seite kompensieren muss.

Jeder von uns ist psychosomat, wenn die Muskelverspannung resp. Spastik zu groß ist, tuts früher oder Später weh.

Der eine mehr der andere weniger. Hat man mir in der Schmerztherapie erklärt.🙂
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von SandraMal » Freitag 14. Juni 2019, 17:20

Hallo,
klar kannst du 2 Anliegen im Fragebogen angeben, zur Not mit Beiblatt.
Bitte gib im Fragebogen die PTBS mit an, damit diese mit berücksichtigt wird.

Schmerzen sind immer psychosomatisch, also haben psychische und somatische Faktoren.
Dass gegen die Knieschmerzen das CBO nicht wirkt, wurde ich so interpretieren, dass Rücken und Knie zwei verschiedene Schmerzursachen hanen.

Sind denn mittels MRT Bandscheibenschaeden bzw. eine Arthrose im Knie ausgeschlossen?

Viele Grüsse Sandra
ICP mit leichter Diparese. Läuferin

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von februaryfriday » Samstag 15. Juni 2019, 16:18

SandraMal hat geschrieben:
Freitag 14. Juni 2019, 17:20
Hallo,
klar kannst du 2 Anliegen im Fragebogen angeben, zur Not mit Beiblatt.
Bitte gib im Fragebogen die PTBS mit an, damit diese mit berücksichtigt wird.

Sind denn mittels MRT Bandscheibenschaeden bzw. eine Arthrose im Knie ausgeschlossen?

Viele Grüsse Sandra
Die PTBS ist nur eine Verdachtsdiagnose die noch nicht ofiziell bestätigt wurde, aber die rezidivierende Depression werde ich auf jeden Fall angeben.
Sowohl Rücken als auch Knie wurden lediglich geröntgt, wobei ich beim nächsten Orthopädentermin nach einem MRT zumindest fürs Knie fragen werde. Allerdings ist der erst Anfang Juli und ich kann den Fragebogen auch erst abschicken, wenn ich die Unterlagen vom Orthopäden habe, das wird sich also alles noch ziehen. Am besten rufe ich am Montag nochmal in der Schmerzambulanz an und frage, ob das problematisch ist, wenn der Fragebogen erst in drei Wochen zurückkommt...

LG
sie/ihr, 24 J., Hemiparese rechts, rezidivierende Depressionen, Verdacht auf PTBS

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von SandraMal » Samstag 15. Juni 2019, 22:30

Hallo,
die Schmerzambulanz wird in der Regel erst nach Eingang und Auswertung des Fragebogens einen Termin vergeben.
Die Wartezeit auf einen Termin kann unter Umständen mehrere Monate betragen.

Musst du dem Fragebogen bereits Befundberichte beifuegen, oder warum kannst du den Bogen erst zurueckschicken, wenn du die Berichte hast?

Viele Grüße Sandra
ICP mit leichter Diparese. Läuferin

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von februaryfriday » Donnerstag 11. Juli 2019, 22:06

Irgendwie ist deine Antwort total untergegangen, sorry.
Ja, genau. Ich soll Befundberichte mitschicken.
Die habe ich dann hoffentlich morgen..
sie/ihr, 24 J., Hemiparese rechts, rezidivierende Depressionen, Verdacht auf PTBS

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 08:02

Hallo februaryfriday,

bei Schmerzen von 2-3 würde ich gar nicht in die Ambulanz. 1. Leichte Schmerzmittel kann jeder HA verschreiben und gerade beim Knie jeder Ortopäde, 2. Machen Schmerzmittel abhängig oder schädigen anderweitig den Körper (Schmerzmittelniere) 3 verlieren viele mit der Zeit die Wirkung und 4 wenn man bei geringen Schmerzen Schmerzmittel nimmt, kann man diese sogar fast ganz wegdrücken, das ist angenehm, aber man belastet dann das Knie so, dass es eigentlich schmerzen sollte, es nicht tut, und so der Knorpel schneller degeneriert. Ich würde eher versuchen den Druck auf das Knie zu lindern, da müsste der Ortophäde schauen, die kennen sich auch bei normalen Fällen mit den Medikamenten aus. Schmerzambulanzen sind eher dazu da, Medis zu verschreiben, die sich der normale Arzt nicht mehr traut zu verschreiben und einen dann Überweist. So wird das zumindest bei uns gehandhabt. Es gibt auch Schmerzrehas, dort geht man mit Psychotherapeutisches Arbeiten und Gymnastik usw auf leichte Schmerzen ein, das wäre bei psychospastischen besser, oder autogenem Training, auch Hypnose wird zT sogar mit guten Erfolgen eingesetzt. In den Ambulanzen arbeiten sie nicht selten mit Keulen und ich weiß gar nicht, mit 2-3 werden die dich eher nicht ernt nehmen. Da bekommst du ein leichtes Medikament, was der HA genauso verschreiben kann. Es sei denn der Hausarzt will gar nichts verschreiben. Schmerzfrei wirst du in der Regel nicht un ein Wert von 2-3 ist eher das Ziel das angestrebt wird in diesen Ambulanzen,damit lässt sich gut leben, da gewöhnt man sich auch daran.

Ich schrieb vor wenigen Wochen mit einer Frau die wegen eher leichten Schmrzen 10 Jahre Schmerzmittel schluckte, jetzt geht die Niere deshalb ein... ohne den Schmerzmittel ist es jetzt gar nicht mehr so schlimm, aber die Schmerzfreiheit war die Niere wert... naja. Ich glaub du wirst nichtmal sowas wie Tilidin oder Tramal bekommen (leichte Opioide) und die anderen Sachen haben auf Dauer doch deutliche NW. Außer du nimmst sie nur ab und an. besser wäre m.E. Ortophäde, MRT des Knies um mal zu schauen was da los ist. Manche Knieschmerzen kann man mit Bandagen usw verbessern, oder schon ein banaler Gehstock der das Knie entlastet.
Man möge mir meine etwas nervige Art nachsehen. ;) Wir haben alle tief in die ... gegriffen & sollten zusammen daran arbeiten da bestmöglich zurecht zu kommen. In diesem Sinn, Missverständnisse würde ich gerne klären. Böses Blut mag ich nicht. :beer:

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von ulik » Freitag 12. Juli 2019, 08:53

Der Versuch der schmerztherapie ist immer noch besser als hier Horrortheorien, Vermutungen zu verbreiten und alles mieß zu reden.
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von Gesa » Freitag 12. Juli 2019, 09:09

Hallo februaryfriday,

lass Dich bloß nicht von depressiven Elementen in diesem Forum davon abbringen, deinen Weg zu gehen.

Schmerztherapie besteht aus so vielen Teilen, und normalerweise wissen die Ärzte sehr gut, was sie probieren können/ sollten.

Ich wünsch dir viel Erfolg für Deinen Weg und finde es echt gut, dass Du Dich aufmachst.

PTBS würde ich auf jeden Fall erwähnen, auch wenn es noch nicht sicher diagnostiziert ist, vieles ist in dem Bereich ja in Grauzonen, und selbst wenn es nicht diagnostiziert ist, wirst Du etwas erlebt haben, was diesen Verdacht begründet, und das ist insbesondere für den Schmerzdoc wichtig zu wissen.

Lg Gesa
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von muggel » Freitag 12. Juli 2019, 10:09

Lieber februaryfriday,
bitte gehe deinen Weg, wie du ihn für richtig hälst und nicht, wie jemand mit "angeblich noch so viel Erfahrung und Wissen" ihn dir vorschreiben möchte.

Schmerzen müssen nicht ertragen werden. Oft gilt es sogar, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen, damit eben Schmerzen nicht chronisch werden. Ob und wie man dieses macht -- das kann man z.B in einer Schmerzambulanz klären. Dafür hat der Hausarzt auch gar keine tiefgründige Ausbildung.
Natürlich kann ein Orthopäde oder ein Hausarzt Schmerzmittel verschrieben -- aber ob diese die richtigen sind, ob es vielleicht noch andere Möglichkeiten gibt etc... das können diese nicht. Dafür gibt es ja auch die Fachärzte.

Mich wundert bei LF nun gar nichts mehr...insbesondere nicht diese teils ummögliche Weltanschauung und der Umgang mit Problemen.

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 10:19

Ich bin nicht depressiv falls ihr das meint, aber ich poste mal ne Studie wie viele an Medikamenten sterben. Ja, Schmerzkreisläufe sollten durchbrochen werden, aber Schmerzmedis sind meist Medikament die auf Dauer genommen werden und die Medikamente zählen zu den häufigsten Todesursachen im KH. Das ist nicht Horror oder sonst was, es ist einfach so.

Nur ein Beispiel:
Sehr viel mehr Menschen sterben an unerwünschten Wirkungen von Medikamenten als im Straßenverkehr. Mit der Zahl der Arzneien, die jemand einnimmt, steigt das Risiko dramatisch. Was aber, wenn selbst die Ärzte nicht weiterwissen?
https://www.profil.at/wissenschaft/medi ... n-10469884
Oft beginnt mit der ersten Nebenwirkung ein Teufelskreis wie bei Helene Schenker: Wegen ihrer Schlafstörungen bekam sie im Krankenhaus ein Beruhigungsmittel, das sie benommen machte. Auf dem Weg zur Toilette stürzte sie und brach sich den Oberschenkel. Zu der Verletzung kam eine Lungenentzündung, die Antibiotika nötig machte, die wiederum zu einem Nierenversagen führten. Die Nieren waren durch die Diabetes und das Antirheumatikum gegen die Hüftgelenksarthrose bereits geschwächt gewesen. Nach mehreren Wochen im Spital und einem Reha-Aufenthalt war klar: Schenker würde als Pflegefall nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren können.


Jedes Medikament, das man spart, ist ein doppelter Gewinn
Mit jedem zusätzlichen Medikament steigt das Risiko für Wechselwirkungen.
Das blinde niederbomben von leichten Schmerzen mit Medis wie in KH ist einfach ethisch nicht zu rechtfertigen. Man kann Schmerzen mit Wärme, mit Autogenem Training, mit Hypnose usw behandeln, das machen Schmerzrehas, aber in den Ambulanzen hauen die nur so um sich mit Medikamenten. Das liegt auch an der Struktur der Abrechnung, Ärzte bekommen (auch wenn nur wenige es offenlegen) Gelder von den Herstellern wie Pflizer usw.

Ich nehme nur mehr das, was wirklich nötig ist. Die NW in den Beipackzettel sind nicht ohne. Jeder ist selbst für sich verantwortlich, aber blind dem Arzt vertrauen... ich würde es nicht, zumindest dann nicht, wenn die Krankheit noch ein längeres Leben möglich macht.

Ich habe im KH so oft gehört "hätte ich dieses Medikament doch bloß nicht genommen". Sind Medis nötig, ja, dann braucht man sie. Wenn nicht, wegen einen Schmerz von 2-3, sollte man das m.E. wirklich nicht machen, nur weil ein Arzt halt irgendwas verschreiben muss, damit die Stunde bzgl Fallpauschale abgerechnet werden kann. (Verschreibt er nichts, bekommt das KH die Stunde schlechter oder zT gar nicht vergütet).

Schaut mal in Amerika wie viele da an ... ich schreib gar nicht weiter. Aber man muss solche Studien auch akzeptieren und wenn man in den Beipackzettel schaut "den man ja nicht lesen sollte" dann wird schon klarer, was ich meine. Gestern war eine nette HÄ bei mir da im Notdienst, die das ebenfalls sagte. Sie meinte auch, die NW vieler Medis die die Patienten fordern, sind oft gefährlicher wie die Krankheit selber und dann Medis gegen die NW der Medis nannte sie "den Teufel mit den Belzebub austreiben".

Die Werbung von Tavor kennen ja ev mache : Tavor macht den Tag wieder blau. Zu Schmerzmittel gibt es ähnliche Werbung. Etwa Heroin galt ja lange als super Medikament: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16748368.html
Viel Spaß mit Heroin
Das berüchtigtste Rauschgift des 20. Jahrhunderts ist eine Erfindung von Bayer. Jahrzehntelang verkaufte der Konzern Tonnen von Heroin in alle Welt - nicht als Droge, sondern als allseits beliebte Arznei. Ein Berliner Arzt hat jetzt die seltsame Historie des Heroins aus Leverkusen untersucht.

Kann so eine Geschichte wahr sein? Ein deutsches Pharmaunternehmen mischt ein zweifelhaftes Mittel zusammen und probiert es an Ahnungslosen aus. Nach spärlichen Tests lässt der Konzern das Zeug als Arznei auf die Menschheit los. Angepriesen als Mittel der Wahl gegen fast jedes Übel, von der Bronchitis bis zur Multiplen Sklerose, entwickelt sich das Medikament zum internationalen Bestseller. Der Pharmamulti aus Deutschland scheffelt Millionen - auch deshalb, weil das Präparat süchtig macht.
Auch zum Novalgin zB einem sehr "ungefährlichen" Schmerzmittel:
Wirkstoff Metamizol - tödliche Nebenwirkung möglich
Bekannt ist dieser Wirkstoff als Schmerzmittel Novalgin geworden. Das ist als effektives Schmerzmittel im Einsatz, hat aber zwei Nebenwirkungen, die zwar sehr selten eintreten, dann aber zum Tod führen können: Schock und Agranulozytose. Bei letzterer versiegt die Zellbildung im Knochenmark. Es werden keine weißen Blutkörperchen mehr gebildet, die Immunabwehr bricht zusammen. Der Patient kann häufig nicht mehr gerettet werden.
Die Agranulozytose tritt in etwa einem von 20.000 Fällen ein, der Schock ist deutlich häufiger. Die Zahl der Metamizol-Toten aber steigt an, warnen Pharmakologen, denn der Wirkstoff wird zusehends mehr verschrieben.
Bei uns im KH bekommt das Zeug erstmal jeder. "Hat keine NW, das sicherste der Schmerzmittel" meinte die Ärztin die mir das andrehen wollte, viel weniger NW wie das "böse" THC. Beim Dronabinol, THC, wurde exakt bisher 1 Todesfall dokumentiert und der ist fraglich.
Man möge mir meine etwas nervige Art nachsehen. ;) Wir haben alle tief in die ... gegriffen & sollten zusammen daran arbeiten da bestmöglich zurecht zu kommen. In diesem Sinn, Missverständnisse würde ich gerne klären. Böses Blut mag ich nicht. :beer:

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von muggel » Freitag 12. Juli 2019, 11:10

Eben drum sollte man sich bei Schmerzen und damit auch für die entsprechenden Medikamentenverordnungen an die Ärzte wenden, die sich damit auskennen: Schmerzambulanzen.

Deine Empfehlung "verschreibt auch ein HA oder Orthopäde" ist insbesondere aufgrund deiner Ausführungen umso kritischer zu betrachten und spiegelt meiner Meinung nach ganz eindeutig das wider, was hier einigen Usern aufstösst.
Auch die Aufforderung "bei Schmerzen der Stärke 2-3 sollte man nichts nehmen" ist vielleicht deine persönliche Meinung. Insbesondere da der Wert eh eine persönliche EInschätzung ist... und Schmerzen durchaus als 2-3 klassifiziert werden, aber so einschränkend wie ne 7-8 sind. Daher: wenn jemand sagt, dass er Schmerzen von 2-3 nicht haben möchte, dann sollte man das einfach mal akzeptieren.

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 11:21

muggel hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 11:10
Eben drum sollte man sich bei Schmerzen und damit auch für die entsprechenden Medikamentenverordnungen an die Ärzte wenden, die sich damit auskennen: Schmerzambulanzen.

Deine Empfehlung "verschreibt auch ein HA oder Orthopäde" ist insbesondere aufgrund deiner Ausführungen umso kritischer zu betrachten und spiegelt meiner Meinung nach ganz eindeutig das wider, was hier einigen Usern aufstösst.
Ja bei deinem zweiten Teil stimme ich dir zu, aber meiner Erfahrung nach sind zumindest die Ortophäden hier sehr viel zurückhaltender mit den Schmerzmedikamenten und schauen eher woher die Ursache kommt. Ich kann von einem bekannten eine Email suchen, er kennt einen sehr guten Schmerzarzt, der ist zwar meist nicht in DE sonder England/ USA Vorträge halten, aber er scheint mir sich mit den Ambulanzen gut auszukennen, er hat es ganz gut beschrieben.

Der Vorteil beim HA ist m.E. der, dass der Hausarzt einen eher kennt, er kann somit starke Schmerzen und eher leichte besser einschätzen, dann überweißt er zum Ortophäden mit einer Überweisung wo die Schmerzen schon eingeschätzt sind und wenn sich dadurch zB beim MRT ergibt, dass ein erheblicher Knorpelschaden vorliegt geht es an die Schmerzambulanz. Ist es dagegen nur ein leichter Schmerz, gibt es Hilfsmittel, Gehstock, Physio usw.

Wobei es sicher auch individuell ist, es gibt gute und schlechte Hausärzte, gute und schlechte Ortophäden. Die Schmerzambulanzen die ich gesehen haben, hatten halt nicht die Zeit btz kannten die Patienten nicht wirklich und müssen sich rein auf den Fragebogen verlassen. Leider wird dieser oft nicht objektiv ausgefüllt, weil die Psyche das schmerzempfinden bei leichten Schmerzen sehr beeinflusst. Der HA,wenn man ihn öfter besucht und ggf ein Psychologe kann dagegen sehr wohl eine bessere Einschätzung (wenn es ein guter ist) abgeben.

Der Vorteil ist halt, Orto kann ich mir aussuchen, auch Hausarzt, Schmerzarzt kommt man zu irgend einen und wenn schon psychogene (psychische) Schmerzen vermutet werden, sollte erst ein Psychologe der sich auf Schmerzen spezialisiert hat hinzugezogen werden, man kann bei 2-3 Schmerzgrad mit der Psyche sehr viel machen.

Mir geht es nun auch nicht so gut alle Emails durchzusuchen, ich habe ja nur meine Gedanken gepostet, wenn es den TE interessiert, nehme ich mir die Zeit die Email zu suchen.
Auch die Aufforderung "bei Schmerzen der Stärke 2-3 sollte man nichts nehmen" ist vielleicht deine persönliche Meinung. Insbesondere da der Wert eh eine persönliche EInschätzung ist... und Schmerzen durchaus als 2-3 klassifiziert werden, aber so einschränkend wie ne 7-8 sind. Daher: wenn jemand sagt, dass er Schmerzen von 2-3 nicht haben möchte, dann sollte man das einfach mal akzeptieren.
Es ist eine persönliche Meinung, natürlich. Nur zB bei Knieschmerzen kann man schon mit MRT sehen ob hier relevante Schäden vorliegen. Mann kann man hier zumindest objektiv sagen, was ethisch gerechtfertigt ist. Ich habe im KH einen Heroinabhängigen getroffen, er hatte mit Opioiden bei Schmerzen angefangen, diese hatte er aus der Schmerzambulanz wegen Rückenschmerzen. Wohin das geführt hatte, ist ja klar. Er hatte nichtmal ne schwere Krankheit, nur etwas eingeklemmte Nerven, ich habe seit meiner Kindheit "massiv kompremmierte Neven bds LWS" ich habe nie ein Schmerzmittel genommen, es hat mich auch nie gestört. Naja, er wäre da vor meinen Augen an einer Atemdepression fast gestorben. Er ist immer noch abhängig. Mitte 20. Er sagte "hätte er gewusst was Schmerzen sind, hätte er nie Schmerzmittel genommen" und gab dann dem Arzt die Schuld. (Er hat aber darauf bestanden, also sehe ich hier nicht bim Arzt die Schuld).

Wenn ich die Menschen sehe, jetzt nicht mehr so oft da ich fast nie im KH bin, wo das Leben durch ein Medi zerstört wird, und ich kenne viele, dann kann ich mich nicht erwehren dass ich das dann auch genau so schildere. Das würde aber jeder, der ein Menschenleben sieht, das zerstört wird. Schmerzen von 2-3 zeigen ja, dass es subjektiv nicht als schlimm wahrgenommen wird. Ich habe immer Schmerzen min von 5 und nehme da nichts. Ich habe einfach gelernt damit zu leben. Es hängt natürlich sehr stark auch von der Erkrankung ab, vom Termin abraten möchte ich nicht, nur nicht kritisch Medikamente nehmen die man verschrieben bekommt. Mir wurde soviel verschrieben. Ich habe ganze Schränke voll von Medikamente, gebracht, bis auf NW, haben nur die aller wenigsten was.

Ich will hier wirklich niemanden verärgern, auch wenn das vorkommt. Ich wollte nur zum sorgfälltigen überlegen von dem Konsum von Medikamenten anregen. Weil gerade Schmerzambulanzen müssen den Termin rechtfertigen zur Abrechnung und verschreiben eigentlich so gut wie immer was, ein Ortophäde kann das anders abrechnen und wird somit von den KK nicht dazu gedrängt, unbedingt in jedem Fall ein Medikament zu verschreiben. Das hängt bei ihm dann eher davon ab, ob er Zuschüsse von den Herstellern bekommt. So oder so muss der Ortophäde erstmal eine Diagnose stellen und macht da auch Röntgen / MRT usw. Mit der Diagnose geht man dann zum Schmerzspezialisten. So ist das jedenfalls das mMn beste Modell, wenn man mobil genug ist das so zu machen.
Man möge mir meine etwas nervige Art nachsehen. ;) Wir haben alle tief in die ... gegriffen & sollten zusammen daran arbeiten da bestmöglich zurecht zu kommen. In diesem Sinn, Missverständnisse würde ich gerne klären. Böses Blut mag ich nicht. :beer:

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von ulik » Freitag 12. Juli 2019, 11:45

Ich war sogar in schmerztherapie ohne groß Medi zu nehmen und zu ändern. Ich hatte interesse an den Anwendungen, welche ich dort bekam. Die Schmerzskala war in meinem Fall nicht so relevant. Ich musste 2x täglich eine Zahl sagen fürs Protokoll und gut wars


Geschadet hat es mir nicht!

Im gegenteil es hat mich stärker gemacht mit m. zahlreichen Einschränkungen besser leben zu können, ohne mit Medi zugedröhnt zu werden.

Die beste Medi nutzt nichts, wenn man im Kopf zumacht oder Filme schiebt.

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 11:49

ulik hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 11:45
Ich war sogar in schmerztherapie ohne groß Medi zu nehmen und zu ändern. Ich hatte interesse an den Anwendungen, welche ich dort bekam.
Was hat man denn gemacht? Warst du in einer Ambulanz(klingt igw nach einer stationären Reha)? Wäre interessant was die gemacht haben, vielleicht hattest du Glück und eine sehr gute erwischt.

Ich muss eh für heute schmerz bedingt Schluss machen, aber ich wollte noch ne Empfehlung geben, der leitende Prof im rechts der Isar ist sehr (oder war) äußerst gut in dem was er tat, oder LMU, das weiß ich gerade nicht. (München das der führende Arzt, lässt sich sicher leicht herausfinden).
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von muggel » Freitag 12. Juli 2019, 12:13

Ich versuche mal näher zu erläutern, was mich stört.
Du hast deine Ansicht. Das ist vollkommen legitim. Aber diese vertrittst du im öffentlichen Bereich ohne jemals genauer zu schauen, ob das, was du schreibst überhaupt in den Kontext passt. Du projezierst deinen Fall auf andere und erzählst, wie du dich verhalten würdest.
Du hast aber keine Knieschmerzen, die durch eine Fehlbelastung durch Hemi kommen, aber erzählst hier, wie starke Schmerzen du aushälst und macht das Problem des TE nieder. Du stellst dich als wissend (oder eher besserwissend) hier hin und fokussierst letztendlich auf deine Probleme.

Du schreibst, dass du keine kompetenten Ärzte kennst, die dir helfen... willst aber Mails von irgendwelchen angeblich so hochangesehenen Ärzten raussuchen.

Glaubst du ernsthaft, dass Ärzte nicht erst mal sehen, dass sie konservativ mit Hilfsmitteln etc behandeln bevor sie zu Schmerzmitteln raten? Glaubst du, dass man nicht über Nebenwirkungen informiert wird (hier in D MUSS jedes Medikament einen Beipackzettel haben!!!).

Diese Unterstellungen, dass man zu Ärzten mit "kleinen Problemen, die deiner Meinung nach noch keinerlei Behandlung bedürfen" rennt gepaart mit deinem Pseudofachwissen und der kontinuierlichen Darstellung deiner Probleme und Sorgen führt dazu, dass man weder Lust hat, deine Beiträge zu lesen, noch Lust hat in einen Austausch (teils über interessante Probleme / Fragestellungen) mit dir zu gehen.
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 12:27

Ich versuche mal näher zu erläutern, was mich stört.
Du hast deine Ansicht. Das ist vollkommen legitim. Aber diese vertrittst du im öffentlichen Bereich ohne jemals genauer zu schauen, ob das, was du schreibst überhaupt in den Kontext passt. Du projezierst deinen Fall auf andere und erzählst, wie du dich verhalten würdest.
Ich schrieb ja von Fällen. Ich habe 3 angeführt.
Du hast aber keine Knieschmerzen, die durch eine Fehlbelastung durch Hemi kommen, aber erzählst hier, wie starke Schmerzen du aushälst und macht das Problem des TE nieder. Du stellst dich als wissend (oder eher besserwissend) hier hin und fokussierst letztendlich auf deine Probleme.
Ich habe Knieschmerzen die durch Fehlbelastung kommen.
Du schreibst, dass du keine kompetenten Ärzte kennst, die dir helfen... willst aber Mails von irgendwelchen angeblich so hochangesehenen Ärzten raussuchen.
Da muss man eben den Kontext sehen. MR Neuroradiologen sind ja keine Neurologen. Das ich keine kompetenten kenne ist so nicht richtig, nur im Bereich seltenster neuromsukulärer Erkrankungen nicht, MS, Parkinson, Schmerzen, da sieht es anders aus. Helfen wollen tun einige, es gibt aber eine Fallpauschale. Das sagen allerdings auch einige Ärzte ganz offen.
Glaubst du ernsthaft, dass Ärzte nicht erst mal sehen, dass sie konservativ mit Hilfsmitteln etc behandeln bevor sie zu Schmerzmitteln raten? Glaubst du, dass man nicht über Nebenwirkungen informiert wird (hier in D MUSS jedes Medikament einen Beipackzettel haben!!!).
Leider weiß ich, dass es in vielen Fällen nicht so ist, zB Valporinsäure:

Ärzte verschrieben gefährliches Medikament an Schwangere
In Frankreich wurde Tausenden Schwangeren ein Medikament verordnet, das bei Kindern Missbildungen auslösen kann. Auch in Deutschland könnte es Betroffene geben.

Einen Fonds mit zehn Millionen Euro wird der französische Staat einrichten, die Pharmafirma Sanofi will man auch noch zur Kasse bitten: Es sollen Frauen entschädigt werden, denen in der Schwangerschaft der Wirkstoff Valproinsäure verschrieben wurde - ohne sie über die Risiken aufzuklären. Viele von ihnen brachten später Kinder zur Welt, die durch das Medikament geschädigt wurden.

https://www.spiegel.de/gesundheit/schwa ... 31840.html

Es ist ein Problem der Abrechnung wie ich schon schrieb. Pharmakonzerne geben "Schulungen" die die Ärzte "schulen", dafür bekommen sie eine Abrechnung, diese Abrechnung ist ua an die Verschreibung von Medikamenten geknüpft. Benzos wurden über Jahrzehnte als "nicht süchtig" machend vermarktet, das hatte keiner "gemerkt". as gleiche bei Lyrica, mittlerweile weiß man, dass Lyrica süchtig macht.

Diese Unterstellungen, dass man zu Ärzten mit "kleinen Problemen, die deiner Meinung nach noch keinerlei Behandlung bedürfen" rennt gepaart mit deinem Pseudofachwissen und der kontinuierlichen Darstellung deiner Probleme und Sorgen führt dazu, dass man weder Lust hat, deine Beiträge zu lesen, noch Lust hat in einen Austausch (teils über interessante Probleme / Fragestellungen) mit dir zu gehen.
Sofern mein Wissen fehlerhaft ist, dann müsstest du konkret den Beitrag ansprechen, das kannst du ja nur beurteilen, wenn du Fachwissen besitzt. Ich schrieb auch nicht keine Behandlung, sondern wenn der Leidensdruck durch die Psyche kommt, benötigt man auch hier die Hilfe. Natürlich können auch geringe Schmerzen zu erheblichen Leidensdruck führen, nur sind dann die Schmerzittel nicht dir richtige Herangehensweise, weil die Nebenwirkungen noch schwerer psychisch zu verkraften sind.

Ich gebe hier die Informationen weiter, die ich besitze, wenn ich denke das sie jemanden helfen. Ich habe sehr viele Menschen mit denen ich per Email schreibe. Natürlich ist mir bewusst, dass nicht jeder mit mir schreiben will, aber das ist ja ok, dann kann ich mit denen mehr schreiben, die das möchten.

Meine Arztkontakte kann ich auch gerne weiterleiten, zu PTBS kenne ich keinen Experten, aber durchaus gute Psychologen und Prof für Psychiatrie, und einen Prof für Traumatherapie (den kenne ich nicht persönlich, wird aber recht gelobt). Wenn @februaryfriday daran Ínteresse hat, kann ich die Kontakte gerne weiterleiten. Arztnahmen schreibe ich hier nicht herein von Ärzten die per Email antworten.
Man möge mir meine etwas nervige Art nachsehen. ;) Wir haben alle tief in die ... gegriffen & sollten zusammen daran arbeiten da bestmöglich zurecht zu kommen. In diesem Sinn, Missverständnisse würde ich gerne klären. Böses Blut mag ich nicht. :beer:

ulik
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von ulik » Freitag 12. Juli 2019, 12:38

Ich hatte in der stationären MMST. Täglich 1h KG, 30 Min. Gruppe, 30 Min. Einzel, Wenn es frei war danach noch Motomed. Täglich Schmerzvisite mit allen Behandlern, Täglich 1h Psychologe und Wärmeträger auf Station wann immer ich es wollte. TCM hatte ich leider nicht wegen Urlaub der Behandlerin.

Ich war der einzige Neuro im Rolli unter zahlreichen Orthopäd. Patienten aber die Woche tat mir gut.
Zahlreiche Studenten hatten noch nie Praxiserfahrungen mit erwachsenen Frühchen und diversen orthopädischen Begleiterkrankungen.
Es hat mir Spass gemacht mit der nötigen Ernsthaftigkeit aber doch trockenem Humor "aufzuklären".

Die Behandler meinten auch, das mein Aufenthalt mal was anders war und allen Behandlern Kraft gab. Ein wahnsinns- Ansporn für mich nicht aufzugeben. Auch das kann Schmerzbewältigung sein.

Aus der Einwöchigen Schmerztherapie in der Uniklinik bekam ich die Empfehlung für eine erneute neurologische Reha.

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 12:45

ulik hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 12:38
Ich hatte in der stationären MMST.
Ja eine stationäre gute Betreuung ist da natürlich was anderes, da haben die Ärzte auch einen anderen zeitlichen Rahmen. Aber wenn hier psychogene Schmerzen im Vordergrund stehen, wäre es besser hier eine Reha zu suchen die auf PTBS spezialisiert ist und Schmerzen mitmacht. Das wäre dann sicher eine zielführende, schonende und hilfreiche Sache. Ich meinte mit meinen Beitrag nur, ne 0815 ambulante Schmerztherapie wird da nicht helfen, da gibt es diese Möglichkeit die du hattest nicht.

Gerade bei PTBS benötigt es intensiv psychologische Betreuung, da würde eine m.E. sinnvolle vorangehenweise so aussehen;

HA - > Orto -> Knie abklären. (Röngten / MRT)
Rehatermin mit Spezialisten auf PTBS (nach Empfehlungen gehen nicht Publikationen)
Wenn nötig weiterführende ambulante Therapie bzgl Schmerzen
In jedem Fall eine 2x 1,5 h min intensiv- Psychologische Therapie bzgl PTBS oder DD

So wird da meiner Meinung ein runder Schuh drauf und echte Hilfe, ich meinte nur einfach blind in ne Ambulanz, das geht leider oft nicht gut. Btw gerade bei PTBS ist es ja so, bzw Traumapatienten, dass man da sehr aufpassen muss welcher Arzt gewählt wird, da sollte schon zuvor Kontakt aufgenommen werden. Sonst kann das retraumatisieren.

Ich muss jetzt aber eh Schluss machen, ich glaube du @februaryfriday bist aus DE? Da kenne ich weniger Ärzte, ich kann dir leider nur in AT Empfehlungen bzgl Psychologen geben und Psychiater kenne ich nur 2 Gute. Das wäre mit der Abrechnung nicht einfach. Aber ev kennen die welche die die helfen können. Du kannst mir ja wenn du willst ne PN schreiben und ich schreibe dir die Namen. Wobei ich glaub der PRof auf Traumatherapie ist sogar in München ab und zu, ev geht das. Das weiß ich nicht, sonst brauchst du einen E112 schein, zB für das AKH Wien. Man kommt da nicht leicht hinein, aber wenn du das willst, kann ich versuchen das für dich zu organisieren (wenn du einen E112 hast, das könnte klappen, müsstest du mit deiner Krankenkasse abklären).
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