Was denkt ihr über Kyronik?

Häufig ein Tabuthema, bei uns nicht...
leuchtendeFinsternis
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Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Donnerstag 11. Juli 2019, 22:40

Hey,

kennt ihr das? Wenn der Tod näher rückt stellt sich ja die Frage, ertragen bis zum Ende, also Siechtum, oder gehen wenn man will, aber wohin. Entweder aus dem Leben oder in das Eis. Man nennt das Kryonik. Wie steht ihr dazu? Ich liebeugle damit schon etwas, das Leben ist einfach so schön wenn die Schmerzen halbwegs gehen, dass ich es schon bestmöglich erhalten möchte. Sicher, groß ist die Chance jetzt auch nicht, man wird hier eingefrorener in der Hoffnung, dass man in der Zukunft wieder aufgetaut wird ... (Es gibt ein Tier das kann das, aktuell scheitert es noch am Frostschutz, es geht nur bei einzelnen Organen bisher sicher).

Wenn euch das interessiert, ich habe mich lange dazu intensiv informiert.

muggel
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von muggel » Freitag 12. Juli 2019, 06:21

Hallo,

du hast Schmerzen und diese sind so stark, dass du über den Tod nachdenkst.
Du hast nen Termin beim Schmerzdoc, aber überlegst den erneut abzusagen.

Da passt doch was massiv nicht zusammen!!

leuchtendeFinsternis
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 07:39

muggel hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 06:21
Hallo,

du hast Schmerzen und diese sind so stark, dass du über den Tod nachdenkst.
Du hast nen Termin beim Schmerzdoc, aber überlegst den erneut abzusagen.

Da passt doch was massiv nicht zusammen!!
Ich denke ganz generell über den Tod nach, das sollte jeder bei einer Muskelerkrankung die die Atmung betrifft.
Über den Wert einer Schmerzambulanz kenne ich mich bestens aus, was Medikamente etrifft, da mein Opa schwerer chronischer Schmerzpatient wr, meine Oma, einige Freunde, geholfen hat denen niemand... bis auf Medikamente die ich kenne, Opioide, Lyrica, THC, Ketamin. Wa soll man sonst groß machen, manche Schmerzen lassen sich gut behandeln, manche nicht. Ich hab auch in einem KH mit Schmerzambulanz 1 Jahr gearbeitet, die Ergebnisse waren mehr als ernüchtern. Mal von der totalen Sedierung abgesehen wenn es ganz zum Ende ging. Es gibt aber durchaus krankheiten die sich mit den starken Schmerzmittel gut behandeln lassen wie Fentanyl, wesentlich stärker wie Morphium, aber die gehen dermaßen auf die Atmung. Wenn du bei einem VC von 30 Fentanly undBenzos nimmst mit APnoe ist das schon mehr oder weniger passive Beihilfe zum Suizid. Zumal es bei neuropatischen Schmerzen auch kaum hilft. Ketamin macht man glaube ich nicht einmal bei uns im KH, bei meinen Opa nicht, bei meiner Oma nicht, nur in Wien.

Ich finde es eher verwunderlich, wie wenig über den Tod bei schwerer Krankheit nicht nachdenken. Da Bild das die Medien zeichnen des schmerzfreihen einschlafen das deckt sich überhaupt nicht mit meinen Erfahrungen in der Familie, weder Opa, Oma noch Vater, noch im Kh, da bei ca 30%.

Die einzige Schmerzambulanz von der ich mir wirklich was erhoffen würde wäre das AKH Wien, da stationär, die machen dort einige experimentelle (aber sehr riskante) Studien. Kann mnir aber vorstellen, dass das was dort gemacht wird helfern kann, das wäre zB eine Ketamintherapie unter intensiv medizinischer Überwachung, nicht die "kleine" sondern eine richtige, Die kann bei neuropathischen Schmerzen helfen, auch das Mastzellenzeug machen sie. Den Termin würde ich schon eher wahrnehmen, aber das ist mir, solange ich noch ne Behandlungsoption sehe (meine zu sehen) zu riskant. Ev hat hier ja jemand Erfahrungen mit Ketamin, ich kenne nur eine aus Aachen und die haben es wegen dem Risiko nicht weiter gemacht. Im AKh meinen die dann zwar "ist nicht so gefährlich", aber das denke ich weniger. Hängt sicher auch von der Krankheit ab. Sollte ich das machen, kann ich aber hier berichten, wenn es hier auch wen betrifft.

Die massivsten Schmerzschübe sind nur Episodisch, zwischenzeitlich ist es ja noch zu ertragen. Sonst würde sich die Frage ja nicht stellen. Klar, im akuten Schub sieht man das nochmal anders, da ist alles egal, Hauptsache die Schmerzen werden besser. Dann gehe ich aber auch zum niedergelassenen Prof, weil der etwas lockerer mit Rezepten ist wie ne normale Schmerzambulanz, wenn es um lebensgefährliche Medis geht.
Die Kryonik is auch ein nachdenken über das Leben, nicht den Tod. Für die Kryonik, muss man leben bis der Körper versagt. Das ist ja genau das Thema was ich anregen möchte, wie ihr das seht. Das betrifft natürlich eher die, bei denen es schneller geht, wenn die Krankheit langsam fortschreitend ist, man ev ne Behandlungsoption hat, oder "nur" einen Schlaganfall oder so, wäre das was anderes. In einem ALS Forum wäre so eine Frage ganz normal. Ich weiß ja nicht, welche Krankheiten ihr habt. Natürlich wäre die Situation bei mir auch anders, wenn ich nicht wüsste wie die Ambulanzen bei uns in der Familie geholfen haben, das stärkste war Hydromorphon. Hydromorphon geht massiv auf die Atmung.

ulik
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von ulik » Freitag 12. Juli 2019, 09:03

@ LF: Deine Beiträge bewegen mich mehr und mehr dazu mich hier abzumelden.
Zum Fremdschämen für Neulinge die hier mitlesen und Depressionen triggern sind das super Beiträge.

Ich finde es grenzwertig, das, dies hier so zugelassen wird. Wir sind dann quasi mitwisser wenn du auf dumme Gedanken kommst und damit erfolg hast.
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von Gesa » Freitag 12. Juli 2019, 09:12

Hallo Uli,

ich lese inzwischen die meisten Beiträge von LF nicht mehr, zumal er/ sie ja komplett beratungsresistent ist.

Ansonsten stimme ich Dir zu, ich finde es auch grenzwertig, was hier in Richtung Suizid geschrieben wird, und fände es gut, wenn Du, LF, das bitte in Zukunft bitte sorgfältiger beachtest, allein um nicht andere in Schwierigkeiten zu bringen.

Lg Gesa
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von muggel » Freitag 12. Juli 2019, 09:53

Hallo,

ganz ehrlich: ich bin schockiert über eine solche Antwort. Termin in der Schmerzambulanz, dazu noch Dringlichkeit und es wird überlegt, dass man den Termin sausen lässt "weil das bringt doch eh nichts".

"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt"... und wer vor dem Ziel aufgibt, weiss gar nicht, ob er es mit etwas Aufwand vielleicht doch noch geschafft hätte.

In dem Sinne kann ich mich nur meinen Vorschreibern anschließen.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 10:00

ulik hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 09:03
@ LF: Deine Beiträge bewegen mich mehr und mehr dazu mich hier abzumelden.
Zum Fremdschämen für Neulinge die hier mitlesen und Depressionen triggern sind das super Beiträge.

Ich finde es grenzwertig, das, dies hier so zugelassen wird. Wir sind dann quasi mitwisser wenn du auf dumme Gedanken kommst und damit erfolg hast.
Hallo Ulik, wenn du depressiv bist, dann musst du das halt sagen Es gibt doch Ignor-Funktionen in Foren. Natürlich kann das triggern, man findet aber auch viele Konake denen es ähnlich geht, und mit denen man sich dann austauscht. Krankheiten sind halt nicht so rosarot wie in den Medien oder auf FB dargestellt. Gerade in Foren sollte doch ein offener Umgang möglich sein. Wenn man hier sehr sensible ist bzgl triggern, dann sollte man wirklich die Augen einfach abwenden und eine Ignor Funktion nutzen. Die wird es hier ja wohl geben.

@Muggel Ich habe so oder so eine Neuroreha nach den beiden Terminen wo auch eine Schmerztherapie erfolgt, soviel im übrigen zu den Ratschläge, ich habe einen Psychologen angenommen 2x die Woche, auch wenn ich ihn nicht benötige so schadet er mir nicht, ich habe einen Rehatermin angenommen, ich habe das hier empfohlene Atemgerät gekauft. Ich frag mich was ich denn nicht an hilfreichen Tipps angenommen habe. Einen Schmerztermin, wenn ich eine längere stationäre aufnahme habe, wo sie das selbe machen ... ihr könnt euch das vielleicht nicht vorstellen, aber nicht jeder kommt man eben so einfach in ein Krankenhaus. Hätte ich den Termin vor 1 Jahr gehabt, wo ich noch locker ins KH gekommen wäre, wäre das natürlich was anderes. Wenn euch mal Gewebe massiv beim fahren einreisst, dann überlegt ihr 3 mal ob ihr wohinfährt, wenn es defacto nichts bringen wird. Soll ich ml ein Bidl hochladen nach einr fahrt? Dann heißt s aber ich triggere, dann sieht man aber wo mein Problem liegt. Ich riskiere nicht die letzte Rede/ Schluckfunktion die ich habe, für Medikamente, die ich habe.

Ich riskiere das Reden Schlucken genauso, wenn ich zum Prof für Neurologie fahren, aber hier habe ich zumindest was zu gewinnen, was ein eingehen beim fahren rechtfertigt. Es ist ja nicht so, dass ich nur wegen den Schmerzen nicht fahre, wenn Gewebe reißt, dann heilt nur ein Teil wieder. Ich überlege auch ne lebensgefährliche Op, damit das wieder besser wird, das ist hochgradig lebensgefährlich, könnte aber eine massive Besserung bringen. Da riskiere ich gerne mein Leben, aber ich brauche einfach einen nutzen.

Zumal der Prof für Neurologie auch führend ist bei der Neuroreha, der kennt sich ebenso bestens mit allen Schmerzmedis aus. Wenn dann müsste ich ein,al fahren und dann 3 Wochen in einem Hotel bleiben, weil sicher Bindegebe und Muskel reinreissen wird, mein Hals ist noch immer nicht verheilt. Das ist alleine finanziell ein Problem.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von ulik » Freitag 12. Juli 2019, 10:20

@ LF: Ich MUSS hier gar nichts sagen und finde dich noch dazu höchst anmaßend.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 10:44

ulik hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 10:20
@ LF: Ich MUSS hier gar nichts sagen und finde dich noch dazu höchst anmaßend.
Natürlich musst du das nicht, aber wenn wir miteinander schreiben und ich nicht weis, dass ich dich bei einer Depression triggere, dann müsstest du es insofern sagen, wenn du nicht willst, dass ich dich triggere. Ich sehe dich nicht, ich kenne dich nicht, woher soll ich wissen das du depressiv bist und ich dich triggere? Ich hätte mich anders ausdrücken müssen, wenn du möchtest das ich bestmöglich versuche dich nicht zu triggern, dann wäre es hilfreich, wenn ich wüsste, dass dies bei dir mit diesen oder jenen Trigger der Fall ist.

Ich bin zB kaum triggerbar, wenn ich nicht weis, dass dies bei anderen anders ist, schreibe ich offen und ehrlich wie es bei mir aussieht. Dazu sind doch m.E. gerade Foren da. Leute die nicht hören wollen was Krankheiten machen, gibt es genug.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von ulik » Freitag 12. Juli 2019, 10:48

Kann hier vllt mal der Admin eingreifen. Das geht entschieden zu weit.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 10:56

ulik hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 10:48
Kann hier vllt mal der Admin eingreifen. Das geht entschieden zu weit.
Wir reden/schreiben wirklich aneinander vorbei. Ich will dich sicher nicht triggern oder in irgend einer Form kränken. Ich wollte hier einfach Meinungen zu dem Thema Kryonik lesen. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von muggel » Freitag 12. Juli 2019, 11:08

ulik hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 09:03
Zum Fremdschämen für Neulinge die hier mitlesen und Depressionen triggern sind das super Beiträge.
Wenn man diese Zeile mal richtig liest... dann wird man feststellen, dass ulik nicht von sich gesprochen hat.
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 11:42

muggel hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 11:08
ulik hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 09:03
Zum Fremdschämen für Neulinge die hier mitlesen und Depressionen triggern sind das super Beiträge.
Wenn man diese Zeile mal richtig liest... dann wird man feststellen, dass ulik nicht von sich gesprochen hat.
Das Unterforum heißt hier "Palliative Care & Hospiz" im Hospiz geht es uns sterben. Jeder Beitrag wird hier einen Depressiven triggern. Ich werde aber einfach ein [TRIGGER] vor Beiträgen schreiben, es gibt in manchen Foren schon so Triggeroptionen, wo man einen Tag einbauen kann. In den amerikanischen Foren ist es sehr oft so, dass sich gerade Depressive freuen offen über ihre Gedanken schreiben zu können. Man nennt das auch therapeutisches schreiben, das lesen kann jedoch einen anderen Triggern. Wenn man leicht triggerbar ist, ist das ein Zirkelschluss. Man müsste dann einen Bereich machen wie vielleicht leicht kranke, schwer kranke schreiben oder einen wo man auch Triggerbeiträge reinschreiben kann, dann kann jeder da lesen, wo es ihm hilft.

Normal gibt es aber Ignor Funktionen, so kann man dann gewisse Themenbereiche ausblenden oder Beiträge von Usern, so dass es kein Problem wäre, dass man das Problem so konstruktiv für jeden löst.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von muggel » Freitag 12. Juli 2019, 12:15

Du hast mal wieder nicht, aber auch gar nichts kapiert.

Und dass ein Hospiz zum Sterben ist... ist ebenso falsch. Aber es wird nichts helfen, dir das zu sagen, denn du hast deine Meinung und von der weichst du ja nicht ab. Eher verdrehst du alles -- mal wieder.
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 12:38

muggel hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 12:15
Du hast mal wieder nicht, aber auch gar nichts kapiert.

Und dass ein Hospiz zum Sterben ist... ist ebenso falsch. Aber es wird nichts helfen, dir das zu sagen, denn du hast deine Meinung und von der weichst du ja nicht ab. Eher verdrehst du alles -- mal wieder.
Naja laut Duden steht dort: Einrichtung zur Pflege und Betreuung Sterbender
https://www.duden.de/rechtschreibung/Hospiz

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von Leni Hupfer » Samstag 13. Juli 2019, 12:21

Hallo,

die Erfolgsaussichten der Kryonik bezweifle ich, nichtsdestotrotz ist es ein Thema, das schon Jahrzehnte diskutiert wird. Man kennt es sowohl aus medizinischen, als auch literarischen/cineastischen Zukunftsvisionen. Ich sehe sie als eine Form dessen, was Frau Kübler-Ross als 'Verhandeln' bezeichnet.

Es geht hier überwiegend um schwerstkranke Menschen, die ihrem baldigen Tod noch eine Hoffnung entgegensetzen.

Was immer man also auch von der Kryonik hält, den Menschen, denen sie als Hoffnung gilt, gebührt nicht die Lächerlichkeit, sondern unser Respekt.
Sonnige Grüße und einen guten Tag

VG, LG, GLG, LOL, ... sind keine Merkzeichen

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Samstag 13. Juli 2019, 13:37

[TRIGGER!!!]

Hallo Leni,

danke für deine neutrale Antwort, ist ja sogar etwa mutig hier darüber zu schreiben, steht zwar im Forum "Häufig ein Tabuthema, bei uns nicht..." aber naja ...

Also den Gedanken von dir habe ich auch gehabt, ist es nur Hoffnung? Oder eine Verhandeln? Ich denke bei mir war das so, ein Prof der das durchgezogen hatte meinte "meine Religion ist die Wissenschaft" ... der liegt jetzt soviel ich weiß im Eis. Ich finde das nicht gruslig, lieber im eis wie unter der Erde, aber ein Arzt meinte zu mir "das sind ja gefroren Leichen, sehr makaber" ich darauf "sie sind ja Christ?" ja "und sind das nicht verwesende Körper in der Erde". Er schaut mich verdutzt an, schimpft, und seither hab ich ihn nicht mehr gesehen... meine Mum "ich hab noch nie einen Arzt so auszucken sehen"....

Aber ich stelle mir die Frage öfter, der Freitod ermöglich einer bestimmten Gruppe an Menschen einen sofortigen Frieden, sofortige Schmerzfreiheit. Seneca "Der Tod ist das Ende alles Leides, über ihn geht unser Leid nicht hinaus, er setzt uns in jene Lage zurück, in der wir lagen, ehe wir gebohren wurden"... ja schöner Gedanke (in meinem Kopf)... aber leider habe ich meiner eigenen Philosophie dem Leben an sich dem höchsten Wert zugesprochen, ich bin mir da zwar noch nicht ganz sicher, aber eigentlich kann ich es mir a priori nicht anders erklären, den Sinn des Lebens.

Jetzt sehe ich einerseits im Freitod einen "süßen Duft" wie Mainländers es schreibt, andererseits einen Verrat meiner Arbeit. Zumal ich zum Glück oder Leider, nun doch noch die Möglichkeit erhalten habe, in Teilen, meine Krankheit deutlich zu verbessern, zumindest besteht die Chance und ich kenne Menschen die schon abgeschrieben wurden und dann doch geheilt, was als "unmöglich" galt. Da ich mit diesen sehr intensiv Kontakt hatte, freut mich das sehr für sie, auch dass meine Tipps in manchen Fällen auch was brachten, so habe ich meine letzten Jahre nicht verschwendet, auch wenn sie mir nicht gebracht haben sollten, andererseits steht man halt dann da und fragt sich, was weiß ich sicher und was nicht.

Ich weiß nur, dass ich denke die Chance ist höher bei der Kryonik zu überleben, wie nach dem sterben.

Ich glaube hier ist aber eh der falsche Ort um das zu besprechen. Es erinnert mich an meinen Opa, umso kränker er wurde umso weniger blieben. Irgendwann war nur mehr ich da und wenn jemand kam, dann musste er ja aufpassen was er sagte, und dann wurde er quasi "abgeschoben". Zum Thema Suizid aber noch allgemein, es gibt hierzu Notrunummer und dort sagen alle das selbe, wenn jemand jemanden kennt "niemand wird sich suizidaleren wenn man es anspricht, aber viele wenn nicht".

telefonseelsorge.at
telefonseelsorge.de

Wobei sich dort eh wenige melden.

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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von limoncello » Sonntag 14. Juli 2019, 19:19

LF ich glaube das das Problem was andere mit deiner Art haben das du oft in der Theorie über Dinge sinnierst die noch gar nicht akut Thema bei dir sind.

Diesen Bereich versteh ich eigentlich so, das man hier themen postet um sich über das thema zu informieren da man aktuell so etwas braucht oder sucht. Und das sich leute die vllt sowas bereits nutzen oder in so einer einrichtung sind austauschen.

Ich versteh z.b gar nicht was kyronik mit palliativ care und hospiz zu tun haben soll. Man friert sich ein um später sich wiederzubeleben? Passt irgendwie nicht.
Zuletzt geändert von limoncello am Sonntag 14. Juli 2019, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von limoncello » Sonntag 14. Juli 2019, 19:41

Im übrigen habe ich eine muskelkrankheit wo die atmung massiv betroffen ist, deine meinung das man dann über den tod nachdenken muss teile ich so gar nicht. Ich beschäftige mich eher damit wie ich lebe und freude haben kann trotz Krankheit und das meine ich nicht medizinisch.
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Re: Was denkt ihr über Kyronik?

Beitrag von ulik » Sonntag 14. Juli 2019, 19:59

Das was Limo schreibt wollte ich sinngemäß auch schreiben. Ich denke ein bisl Angst haben wir alle. Mehr oder weniger. Aber es nutzt nichts sich noch rein zu steigern. Besser wäre sich überwiegend mit den schönen Dingen zu befassen.

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