Berufsanfänger als Hemi

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februaryfriday
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Re: Berufsanfänger als Hemi

Beitrag von februaryfriday » Donnerstag 11. Juli 2019, 22:00

Morgen ist der Termin beim Orthopäden, wo ich bzgl. MRT fragen werde.
Nächste Woche habe ich einen Termin beim Integrationsfachdienst.

Grade nur noch Angst. Falls jemand was ermutigendes da lassen kann, das wäre nett.
sie/ihr, 24 J., Hemiparese rechts, rezidivierende Depressionen, Verdacht auf PTBS

ulik
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Re: Berufsanfänger als Hemi

Beitrag von ulik » Freitag 12. Juli 2019, 09:10

Du musst keine Angst haben, ein MRT tut nich weh. Ich such mir immer einen festen Blickpunkt und positive Gedanken.

Der IFD berät dich, das ist auch nicht schlimm.
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Re: Berufsanfänger als Hemi

Beitrag von Gesa » Freitag 12. Juli 2019, 14:49

Hey,

da hast Du doch schon ganz viel auf die Reihe gebracht.

Derzeit habe ich hier gerade einen ganz interessanten Rolli, den Lift von ProActiv, der im Sitzen hoch gefahren werden kann. Ich möchte damit konkret etwas ausprobieren und habe ihn mir dafür geliehen.

Das könnte, vielleicht auch später, ein guter Unterstützer für die Arbeit sein, wäre dann aber auch ganz klar beim Kostenträger für die Arbeit zu beantragen.

Ganz grundsätzlich ist es glaube ich wichtig, dass Du Dich nicht versteckst mit Deinen Bedürfnissen, sondern von Anfang an klar machst, was Du kannst und was eben nicht. Und vielleicht eben auch schauen, ob Teile der stehenden Tätigkeit vielleicht auch im Sitzen gehen können?

Und ich habe damals auch viel zu lange gewartet mit dem Rolli, es heißt ja nicht, dass man dran gefesselt ist, sondern es ist einfach ein Hilfsmittel unter mehreren, die die Mobilität erleichtern können.

Bezüglich PTBS, beziehungsweise Umgang mit traumatischen Erfahrungen kann ich auch bestätigen, dass sich da ganz allgemein im Umgang sehr viel geändert hat und zwar zum Positiven. Es gibt viel mehr Menschen, die viel mehr verstehen.

Und oft ist es mit Spastik ja eh ein Teufelskreis... denn Verspannungen und Anspannungen sind ja eine häufige körperliche Folge kindlicher Traumata- daher ist das Achten auf Entlastung dann umso wichtiger bei so einer Doppelbelastung.

Das sind so meine Gedanken dazu.

Für die Termine drücke ich die DAumen und wünsche Dir, dass sie Dir beide helfen können.

Liebe Grüße

Gesa
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Re: Berufsanfänger als Hemi

Beitrag von februaryfriday » Samstag 13. Juli 2019, 11:53

Die Angst war eher auf generelle Arztangst und "was, wenn er einfach nein sagt" bezogen. Anfang August habe ich jetzt den Termin fürs MRT.
Gesa hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 14:49
da hast Du doch schon ganz viel auf die Reihe gebracht.
Danke! Es fühlt sich in Abetracht des Zeitrahmens manchmal gar nicht nach viel an...
Geplant ist auch, demnächst mal einen Rolli im Sanitätshaus zu testen. Muss nur noch einen Termin ausmachen.

Danke für eure Gedanken <3

Liebe Grüße.
sie/ihr, 24 J., Hemiparese rechts, rezidivierende Depressionen, Verdacht auf PTBS

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Re: Berufsanfänger als Hemi

Beitrag von Gesa » Samstag 13. Juli 2019, 14:45

In Anbetracht dessen, dass Du ja nicht 24/7 daran arbeiten kannst, gleichzeitig die Nachteile auszugleichen und die Schwierigkeiten aufzuarbeiten, finde ich dich eigentlich schon ganz fix dabei.

Es braucht einfach seine Zeit, und sich das zuzugestehen ist in meinen Augen etwas sehr wichtiges. Gleichzeitig sich klar machen, dass es noch nicht das Ziel ist, so lange es nicht gut funktioniert, aber eben nicht damit überfordern, dass Du meinst, du wärest "zu langsam", denn es gibt Dich nur in einfacher Ausführung, und auch jeden einzelnen Tag in ebensolcher. Und auch Deine Kraft, und aus diesen Teilen setzt sich das zusammen, was Du zu leisten in der Lage bist, ohne daran zu zerbrechen.

Liebe Grüße

Gesa

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