Hemiparese

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ulik
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Re: Hemiparese

Beitrag von ulik » Donnerstag 5. Juli 2018, 20:36

ich nehme an du hast ne fußhebeschwäche? es gibt da gute orthesen zum einen die "Toe- off" mit ventraler führung von BASKO und sogenannte DAFOS nach Maß und Abdruck.

Beides kombiniert mit sensormotorischen einlagen und die op ist vllt. geschichte. sei denn der arzt versteift sich darauf um ggf. die quoten zu sichern. Ich hab u.a. deshalb den arzt gewechselt und bin nach wie vor op-frei.

Olli83
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Re: Hemiparese

Beitrag von Olli83 » Donnerstag 5. Juli 2018, 20:44

Oho,

das klingt ja immer besser, danke! Die Fußheberschwäche ist vorhanden. Im sitzen kann ich den Fuß etwas nach oben bewegen, im stehen allerdings nicht. Aber werden dadurch die Sehnen wieder länger?

Beste Grüße
Olli
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Re: Hemiparese

Beitrag von NoG » Donnerstag 5. Juli 2018, 20:49

Meiner Erfahrung nach ist die Motivation bei Aerzten - und auch bei den vermeintlich "supertollen" - keineswegs immer nur das Wohl des Patienten. Besonders schwierig wird es da als Privatpatient, aber das ist noch ein anderes Thema.
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Re: Hemiparese

Beitrag von Olli83 » Donnerstag 5. Juli 2018, 21:04

Danke,

privat versichert bin ich nicht ;)

Beste Grüße
Olli
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ulik
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Re: Hemiparese

Beitrag von ulik » Donnerstag 5. Juli 2018, 21:17

Olli83 hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 20:44


Aber werden dadurch die Sehnen wieder länger?

Beste Grüße
Olli
ja, ich weiss nich. aber ich weiss das ich früher auf dem vorfuss lief und heute mit der ferse runter komme. ich hab noch dazu spitzfüße.

du klingst wie ein kandidat für die "Toe-off" orthese von basko mit ventraler führung. die passen sogar in turnschuh und ein gipsabdruck ist nicht nötig.

in reha kann man sowas testen und verordnet bekommen. niedergelassene orthopäden können das auch. ggf auch in einer klinik wo du nur ambulant bist.

Olli83
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Re: Hemiparese

Beitrag von Olli83 » Donnerstag 5. Juli 2018, 21:21

ulik hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 21:17
Olli83 hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 20:44


Aber werden dadurch die Sehnen wieder länger?

Beste Grüße
Olli
du klingst wie ein kandidat für die "Toe-off" orthese
Hey Uli

Bin gerade auf deren Seite :)

Wie gesagt, ich werde Eure Ratschläge in die noch folgenden Gespräche mit einfließen lassen.

Beste Grüße
Olli
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Re: Hemiparese

Beitrag von Norbert » Freitag 6. Juli 2018, 08:09

Hallo Olli

Die OP würde ich nur als allerletzes Mittel einsetzen. Bei einer Sehnen bzw. Muskelverkürzung ist meiner Meinung nach eine regelmäßige und auch konsequente Physiotherapie noch die beste, wenn vielleicht auch langfristige Lösung. Auch der vorübergehende Einsatz von Orthesen ist überlegenswert. In den 90iger Jahren war ich vielleicht in einer vergleichbaren Situation. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt aus beruflichen und privaten Gründen viele jahre überhaupt keine Therapie gemacht. Folge waren die anfangs aufgeführten Probleme. Durch die Physiotherapie bin ich wieder beweglicher geworden, auch was meine Gehfähigkeit betrifft. Es hat allerdings insgesamt 4-5 Monate gedauert bis ich die Ferse meines gelähmten Fußes zumindest phasenweise wieder aufsetzen konnte. Durch die andauernde Physio ist dieses bis heute möglich.

in diesem Sinne erst einmal ein schönes Wochenende.

LG Norbert
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Re: Hemiparese

Beitrag von ulik » Freitag 6. Juli 2018, 09:48

Hallo Olli,.

oft wissen ärzte gar nicht die Alternativen. Sprich sie darauf an.

Norbert hat recht. Bei mir hat es Jahre gedauert. Aber ich bin auch Tetraspastiker. Bei mir sind immer Hemi und Tetra aufgeführt. Außer bei der KG und Ergo Verordnung. Das ändert aber nichts an der Qualität m. Therapie.

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Re: Hemiparese

Beitrag von Olli83 » Freitag 6. Juli 2018, 10:29

Guten Morgen zusammen,

danke für Eure weiteren Beiträge! Ich werde die Anregungen mit in die weiteren Gespräche nehmen!

Beste Grüße
Olli
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Re: Hemiparese

Beitrag von Ellen72 » Freitag 6. Juli 2018, 22:30

Hallo,

ich habe keine Wirbelsäulenverkrümmung, aber ich hatte auch eine zeitlang Atemprobleme durch eine schiefe Körperhaltung.

Diese wurde durch bestimmte Ergotherapieübungen korrigiert. Kann aber nicht sagen, wie das hieß.
Schwache Muskeln wurden natürlich auch aufgebaut.

Eine Fußheberschwäche habe ich auch. Kann im Sitzen und im Stehen den Fuß nicht anheben.
Auch wenn der Fuß manuell bewegt wird ist der Bewegungsradius nicht groß.
Entweder liegt es an der Achillessehne oder am Fußgelenk. Ich tendiere ja eher zur Sehne, als zum Gelenk.
Auch kann ich die Zehen nicht einkrallen oder anheben. Ansteuern geht aber.

Die Beinverkürzung konnte ich mit Gerätetraining (Fitnessstudio) von 3 cm auf 1cm verbessern.
Den Arm kann ich durch manuelle Therapie besser strecken.

LG Ellen
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Re: Hemiparese

Beitrag von Olli83 » Freitag 6. Juli 2018, 23:01

Guten Abend Ellen,

schön, dass Du dich hier einschaltest! Die von Dir beschriebenen Probleme im Fußbereich decken sich mit meinen zu nahezu 100 Prozent. Spricht man in solchen Fällen eigentlich noch von einer Fußheberschwäche? Meiner Meinung nach ist das eine Parese. Oder ist das alles dasselbe?

Beste Grüße
Olli
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Re: Hemiparese

Beitrag von limoncello » Freitag 6. Juli 2018, 23:11

Fussheberschwäche nennt man es durchaus wenn eine Person den Fuß nicht oder nur wenig heben kann. Dies ist meistens ausgelöst durch eine dortige Muskelschwäche. Haben daher z.b auch viele Muskelkranke.

Ne Parese kann man das aber auch nennen, denn die äußert sich ja auch durch Muskelschwäche.
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Re: Hemiparese

Beitrag von Ellen72 » Sonntag 8. Juli 2018, 21:25

Gibt es eigentlich auch eine Handhebeschwäche?

Ich kann meine betroffene Hand nicht voll anheben und senken, aber mit Hilfe der gesunden Hand geht es.
Der Bewegungsradius ist mit der Unterstützung voll da.

Hier merke ich die schwache Muskulatur, denn ich kann die Hand nicht lange in der korrigierten Haltung halten.
Sie senkt sich nach dem Loslassen langsam ab.

LG Ellen
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Re: Hemiparese

Beitrag von Olli83 » Sonntag 8. Juli 2018, 22:50

Puh,

gute Frage, Ellen. Gehört habe ich das noch nie, auch Google spuckt nichts aus. Aber irgendeinen Namen wird das Kind schon haben.

LG
Olli
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Re: Hemiparese

Beitrag von ulik » Sonntag 15. Juli 2018, 12:11

Ellen72 hat geschrieben:
Sonntag 8. Juli 2018, 21:25
Gibt es eigentlich auch eine Handhebeschwäche?

spontan würde ich sagen, bei der Hand heisst das Fallhand. Sicher bin ich mir aber nicht.

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Re: Hemiparese

Beitrag von Norbert » Sonntag 15. Juli 2018, 18:53

Hallo Ellen

Meine gelähmte Hand "fällt" auch immer runter und dreht sich dabei nach außen. Außerdem erhöht die Spastik in den Fingern. Ich bin genau wie Du in gewissem Umfang in der Lage, das Handgelenk anzuheben. Das Halten klappt aber nur bedingt. Passiv kann ich mein Handgelenk voll durchbewegen.

Frage an alle. Kennt sich jemand mit Handorthesen aus? Falls ja, wie wirkt sich diese auf die Beweglichkeit aus?

LG Norbert
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Re: Hemiparese

Beitrag von ulik » Sonntag 15. Juli 2018, 19:02

https://www.neatec.de/de/hand-orthesen/ ... andorthese

die ist nicht schlecht, wenn die gut angeformt wird.
ist bei mir gescheitert. ich trage derzeit stundenweise eine von der stange gegen Fallhand und karpaltunnelsyndrom.

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Re: Hemiparese

Beitrag von Ellen72 » Sonntag 15. Juli 2018, 21:49

Ich danke euch.

Ein Fallhand könnte in Frage kommen. Aber meine Hand fällt nicht herunter, sondern sinkt langsam abwärts.
Wenn ich das merke kann ich gegensteuern und sie gerade halten.
Beim Einschlafen achte ich darauf, dass die Hand beim Ablegen richtig liegt und nicht in diese Stellung abknickt.

Wenn ich einen Gegenstand in der Hand halte knickt sie immer ein und die Korrektur fällt schwer oder funktioniert gar nicht.

Bis 2006 hat sich die Hand auch nach außen gedreht.
Durch Ergotherapie ist die Handhaltung korrigiert worden.
Ich habe aber dadurch jetzt einen Schnippfinger (Ringfinger) da dessen Sehne beim öffnen und schließen der Hand über den Knöchel hin und her rutscht.

Ich habe eher Probleme durch verkürzte Sehnen und nicht durch die Spastik.

LG Ellen
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