Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Welche Therapien machst Du oder über welche möchtest Du mehr erfahren?
SandraMal
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von SandraMal » Freitag 12. Juli 2019, 23:19

Hallo,
@LF h höre auf von Dingen zu schreiben, von denen du keine Ahnung hast..

Freiverkäufliche Schmerzmittel sind nicht für den Dauergebrauch gedacht, da sie die Nieren, die Leber und den Magen schädigen können.

Es wird nicht jeder Patient in einer Schmerzambulanz gleich mit starken Schmerzmitteln beschossen, sondern es wird natürlich im Einzelfall entschieden.

Schmerzen sind immer Psycho- somatisch, also es gibt psychische und körperliche Faktoren, die die Schmerzen beeinflussen..

Viele Menschen mit PTBS haben auch chronische Schmerzen, daher ist es wichtig, Dies im Fragebogen zu erwaehnen.

Viele Grüße Sandra
ICP mit leichter Diparese. Läuferin

leuchtendeFinsternis
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Freitag 12. Juli 2019, 23:38

SandraMal hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 23:19
Hallo,
@LF h höre auf von Dingen zu schreiben, von denen du keine Ahnung hast..

Freiverkäufliche Schmerzmittel sind nicht für den Dauergebrauch gedacht, da sie die Nieren, die Leber und den Magen schädigen können.

Es wird nicht jeder Patient in einer Schmerzambulanz gleich mit starken Schmerzmitteln beschossen, sondern es wird natürlich im Einzelfall entschieden.

Schmerzen sind immer Psycho- somatisch, also es gibt psychische und körperliche Faktoren, die die Schmerzen beeinflussen..

Viele Menschen mit PTBS haben auch chronische Schmerzen, daher ist es wichtig, Dies im Fragebogen zu erwaehnen.

Viele Grüße Sandra
Hallo,

Unter psycho-somatische Schmerzen werden aber explizit Schmerzen angeführt, die ursächlich psychisch sind (die Psyche verursacht dann Schmerzempfindungen die somatisch sind, aber man behandelt dann ja die Psyche, hat man eine Panikattake hat man psycho-somatisches Herzrasen, man nimmt aber keine Betablocker idr sondern Mediation, Autogenes Training, Hypnose etc, das hat alles keine NW), das war bei allen KH in denen ich war bisher immer so.

Man spricht ja präziser von psychogenen (psychischen) oder somatischen Schmerzen. Welche Schmerzmittel sind denn für den Dauergebrauch deiner Erfahrung nach bei leichten Schmerzen geeignet? Alle Schmerzmittel haben NW. Kurt Cobain hatte zB psychogene Schmerzen Heroin genommen ... hat auch gewirkt, aber gerade wenn man bei der Psyche Probleme hat wird man da sehr schnell von abhängig.

Das einzige Schmerzmittel das so gut wie keine NW hat und mir bekannt wäre CBD, das hilft oft auch der Psyche. Sonst hat doch alles NW.

Psychogene Schmerzen mit Placebo mit NW zu behandeln ist ganz schlecht, es haben doch alle Schmerzmittel NW, am wenigsten noch nieder dosierte Opioide (DIE MACHEN HALT ABHÄNGIG). Aber das ganze Zeug was die verschreiben hat NW. Außer diese Globuli.

Hier ist so eine kleine Liste: https://www.gelbe-liste.de/schmerzthera ... stufenplan
Man möge mir meine etwas nervige Art nachsehen. ;) Wir haben alle tief in die ... gegriffen & sollten zusammen daran arbeiten da bestmöglich zurecht zu kommen. In diesem Sinn, Missverständnisse würde ich gerne klären. Böses Blut mag ich nicht. :beer:

muggel
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von muggel » Samstag 13. Juli 2019, 07:04

Hallo,

ich selbst bin Migränepatient und für mich sind Migräneanfälle das wohl einschränkendste. Auch wenn die Schmerzen auf einer Skala als eher "moderate" Schmerzen von mir eingeordnet werden würden, setzen mich die ganzen zusätzlichen Symptome für 1-2 Tage ausser Gefecht. Und ja, ich nehme dann Schmerzmittel, teilweise verschiedene.
Kurzum: so wie ich entscheide wann Schmerzmittel für mich notwendig sind, so entscheidet jeder für sich selbst, wann er Schmerzen noch ertragen oder wann er etwas dagegen tun will. Natürlich sollte man auf Nebenwirkungen hinweisen, aber nicht gleich "den Teufel an die Wand malen".
Wenn du, LF, eh alles (besser) weisst: warum gehst du überhaupt zu Ärzten oder willst in eine Reha? So wie du schreibst kann dich doch eh keiner adäquat behandeln - ausser du selbst!

@friday: Bitte behalte deinen Fahrplan bei. Wenn du dadurch verschiedene Betrachtungs- und Behandlungsweisen erfährst, dann obliegt es an dir, welchen Weg du einschlägst. Konservative Therapien und entlastende / unterstützende Hilfsmittel sollen an erster Stelle stehen, aber das ist ja eh klar.

leuchtendeFinsternis
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Samstag 13. Juli 2019, 09:39

@Muggel Kurzfristig kann man wohl alle Schmerzmittel nehmen ohne wirklich massive NW, außer man vertragt eines überhaupt nicht, aber auf Dauer kommen ja die NW und wenn man die Medis dann absetzen will, reagiert der Körper noch empfindlicher. Ich kenne mich nur in manchen Bereichen gut aus, in anderen nicht. Ich kann zB kaum ein EEG lesen (außer 0815 Spikes und Waves usw oder einen Status, das kann aber jeder...), EKG fast gar nicht, MRT nur ein normales und da nur teilweise, MRS, Takto usw kann ich auch nicht einfach so, niemand kann alles. Auch ein Arzt, selbst der beste, kann nur in einem Teil gut sein. Darum brauch man Ärzte, die sich austauschen und deren Ego das auch zulässt zu sagen "ich weiß es nicht". Ich behaupte auch nicht mich überall auszukennen. Der Reahmen der Diskussion hier hat vielleicht den Anschein erweckt, das sieht in andere Foren anders aus. Wenn mich was nicht betrifft, ich mich auch nicht auskenne, dann schreibe ich aber meist nichts dazu. Warum sollte ich? Wenn ich nichts brauchbares zu sagen/schreiben habe?

Ich hab von meinem Prof auch viel lernen können als ich reg bei ihm war, er von mir, so hat er auch die Studien durchgelesen die ich vorlegte. So sollte ein Arzt-Patienten-Verhältnis sein, nicht "ich bin der Arzt" (die meisten Ärzten haben nicht einmal einen höheren IQ und studieren ist nur auswendiglernen... also unfehlbar sind sie nicht).

Die Reha hat auch rein organisatorisch vorteile, zumindest wenn Forschunsgelder verendet werden wie ein akute MRS, naja akut EEG gibts ja überall, eine akute Lumbalpunktion mit Messung der Neurotransmitter usw.

Man kann viele "nicht behandelbare" Krankheiten gut behandeln, aber es muss gezielt erfolgen. Leider braucht man halt auch einen Arzt der das Geld dazu hat, MS ist da wohl das beste Beispiel.

Erhoffen tue ich mir aus der Reha in meinem jetziges Zustand nichts, man kann schlicht auch viele Krankheiten mit den besten Ärzten nicht heilen oder stoppen, da ich aber nie eine Reha in einer solchen Qualität hatte, kann ich nicht wissen was die können.
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februaryfriday
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von februaryfriday » Samstag 13. Juli 2019, 11:46

Hallo ihr,
ich bin ehrlich gesagt gerade etwas von der Flut an Beiträgen überfordert. Ich werde versuchen, bestmöglich zu antworten. Verzeiht mir, wenn etwas untergeht...

Mein Hauptziel bezüglich Schmerztherapie ist es, von Medikamenten und vorallem der SELBSTmedikation wegzukommen. Ich habe schon ein Jahr Ibu hinter mir als ich 16 war und da will ich nicht wieder hin zurück. Ich will lernen, mit dem Schmerz (egal ob Rücken-, Knie- oder Fatigueschmerz) besser umzugehen.

MRT wegen Knie habe ich Anfang August. Mal schauen, wie es dann weitergeht.

@ulik Das, was du von der MMST schreibst, hört sich ziemlich gut an. Genau sowas wäre hilfreich, denke ich. Ich habe auch schon von einer schmerztagesklinik bei mir in der Nähe gelesen, vielleicht wäre das auch was (evtl. kann die Ambulanz mich dann da hinverweisen oder so).

Die Sache mit der PTBS... Tja. Ich habe vier Diagnostiktermine hinter mir, im Arztbrief steht dass ich zwar Symptome einer PTBS habe, aber die A-Kriterien nicht der Diagnose nicht erfüllt seien (keine Lebensgefahr etc.). Die gute Frau hat EINEN Traumafragebogen mit mir gemacht. (TRIGGERWARNUNG) Ich meine klar. Lebensgefahr bei einer Botoxbehandlung? Eh. Subjektiv empfundene Lebensgefahr bei einer Botoxbehandlung wenn du 7 Jahre alt bis und nur hörst "Schlangengift" und "KANN tödlich sein" und kaum emotionalen Support seitens deiner Eltern hast? Sieht mMn nochmal anders aus. auch da: In zwei Wochen habe ich nochmal einen Termin bei meinen Psychiater, mal schauen wie es weitergeht.

Liebe Grüße.
sie/ihr, 24 J., Hemiparese rechts, rezidivierende Depressionen, Verdacht auf PTBS

ulik
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von ulik » Samstag 13. Juli 2019, 12:19

Huhu,

ich würd dir raten die MMST stationär zu machen. Danm kannst du dich voll auf dich konzentrieren. Keine nervige Post, kein Einkauf und bei Bedarf immer Hilfe direkt vor Ort.

Ob du ne PTBS hast weiss ich nich. Aber ich bin auch so richtiger Schisser geworfen, was Behandlungen und ärzte angeht. Bedingt durch erfahrungen in frühster Kindheit und heute. Wenn mir Dr. Oder Therapeut zu unruhig und "brutal" begegnet könnt ich direkt 300 puls kriegen. Und Behandlung am Kopf brauchen noch 10x mehr geduld.

leuchtendeFinsternis
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Samstag 13. Juli 2019, 13:26

@februaryfriday Jetzt fange ich mir sicher gleich wieder Kritik ein, aber egal, der ICD 10 das ist der med Fragebogen / Diagnosekatalog bei psychiatrischen und psychischen Krankheiten wird von keinen seriösen Mediziner der Neologie ernst genommen, diese "Diagnosen" benötigt man für die Abrechnung der Fälle, stellen aber keine richtigen Krankheiten sondern Symptomkomplexe dar. Darum rate ich dir, die ganzen Diagnosen in die Mülltonne zu werfen und die einen Psychologen/ Psychiater zu suchen, der NICHT nach irgend einer Diagnose geht, damit beweist er, dass er keine Ahnung hat, er muss immer nach dem Menschen gehen. Jeder Mensch ist anders, wenn du mit jemanden zurecht kommst, dann sollte es dir nach der Behandlung besser gehen wie zuvor und das merkst du nach dem ersten Gespräch, sofern du sprechen kannst was ich annehme. Wenn er dann meint "man muss durch den Schmerz durch um ihn aufzulösen" oder so irgend was, weg und zum nächsten.

Es empfiehlt sich sehr, zuerst ev privat oder ambulant in einer Klinik zu gehen, dort sich einen Arzt zu suchen, wenn du mit diesen zurechtkommst, das merkst du sofort, dann bestehe darauf, dass auch dieser dich betreut. Solln sie halt Bindungsstörung oder so reinschreiben, die finden immer was.

Viele Psychiater sind selber recht krank und suchen sich keine Hilfe, andere sind sehr hilfsbereit, du wirst etwas suchen müssen bis du einen hast, der dir hilft und auch menschlich muss es einfach passen. Bei Psychiatern muss man wirklich nach der menschlichen Seite gehen, das fachliche, da haben die alle nicht viel zu bieten, es gibt verschiedene Ansätze aber das müsst ihr testen. Da aller wichtigste ist,dass es zu keiner Retraumatisierung kommt, also wenn da jemand mit Konfrontationstherapie anfängt ...
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Gesa
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von Gesa » Samstag 13. Juli 2019, 14:41

Hallo februaryfriday,

Eigentlich heißt es so etwas wie gefühlte Lebensgefahr, die muss nicht real bestehen. Denn genau das Gefühl von Lebensgefahr und Ohnmacht ist ja der Auslöser für eine mögliche PTBS. Ob diagnostiziert oder nicht, es ist auf jeden Fall etwas, auf das Du und auch die behandelnden Ärzte gefälligst Rücksicht nehmen müssen. Punkt. Ob diagnostiziert oder nicht, das gebietet doch einfach schon der vernünftige Umgang miteinander.

Ich find es gut, dass Du Dich auf den Weg machst, mit den Schmerzen einen guten Weg zu finden und wünsche Dir, dass Du dabei schnell hilfreiche Menschen und Methoden triffst, aber auch, dass Du von nicht hilfreichen Menschen und Methoden Abstand nimmst.

Liebe Grüße

Gesa

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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Samstag 13. Juli 2019, 15:04

Mir sagte mal ein sehr geschätzter Psychologen "das Bauchgefühl des Patienten irrt sich bei der Qualität des Psychologen/ der Behandlung" nie. Man muss auch sagen, auch ein guter Psychologe kann, wenn es menschlich nicht passt, nicht immer helfen. Man sollte einfach nach der Behandlung sich fragen, geht es mir besser oder nicht? Mag ich den Menschen oder nicht. Wenn sie mit komplizierten Wörtern jonglieren und mit komplexen Diagnosen kompetent wirken wollen, dann ist das oft ein Ablenken. Es gibt ja den Postboten der ohne med Oberster Gutachter im obersten Gericht wurde, auf die Frage (er wurde ja geklagt dann... recht bekannt) ob er denn auch gute Psychiater kennt "ja... aber die waren gut, weil es auch gute Menschen waren". So sehe ich das auch.
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von SandraMal » Samstag 13. Juli 2019, 20:34

Hallo,
es geht bei der PTBS um eine gefühlte Lebensgefahr. Es gibt aber Psychiater, Psychologen die das Kriterium der Lebensgefahr sehr streng auslegen.

Evt. kann es helfen sich direkt an einen Psychotherapeuten mit Traumafachweiterbildung zu wenden.
Kontaktdaten z.B. unter:
www.degtp.de ( Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie)
www.emdria.de (Gesellschaft für EMDR)

@LF Schmerzen sind immer ein psychosomatisch Geschehen.
Den rein körperlichen oder rein psychogenen Schmerz gibt es nicht, da ja der Umgang mit dem Schmerz und die Schmerzwahrnehmung psychische Faktoren sind, auch bei körperlichen Schmerzursachen.

Bei chronischen Schmerzen kann, neben anderen Thetapien, eine Psychotherapie mit Schmerzschwerpunkt helfen.
Psychotherapeutien mit der Fachweiterbildung Schmerz sind aber ausserhalb von Kliniken selten.
Kontaktdaten unter:
www.schmerzpsychotherapie.net


Viele Grüße Sandra
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von leuchtendeFinsternis » Samstag 13. Juli 2019, 22:24

SandraMal hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 20:34


@LF Schmerzen sind immer ein psychosomatisch Geschehen.
Den rein körperlichen oder rein psychogenen Schmerz gibt es nicht, da ja der Umgang mit dem Schmerz und die Schmerzwahrnehmung psychische Faktoren sind, auch bei körperlichen Schmerzursachen.
Ja das stimmt, aber wenn du nach einer schweren Operation auf der Intensivstation wach wirst, oder schweren Krebs hast, ist es nicht mehr möglich mit der Psyche den Schmerz zu beeinflussen. Bei so schmerzen nach eine Wurzelbehandlung oder ner Zahnwurzelentzündung stimme ich dir zu, da kann man mit der Psyche viel positiv wie negativ machen. Aber eben sobald stufe III Schmerzschema Medikamente (Morphium und stärker) gerechtfertigt sind, dann ist zwar die Psyche auch beteiligt, aber die ist so vom Schmerz erfasst, dass man überhaupt nichts machen kann. Bei neuropatischen schweren Schmerzen ist es so, dass es sich anfühlt als würde man in einer heißen Badewanne liegen. Das kann man mit der Psyche dann ab einen Punkt nicht mehr beeinflussen. Da helfen auch Schmerzmittel nicht mehr, warum hier zT shchmerzbedingt indizierte Komas gerechtfertigt sind. Man muss mit Schmerzmittel den Schmerz soweit reduzieren, das man lernen kann damit zu leben. Psychosomatische Schmerzen werden jedenfalls vom Schmerzdoc immer als primär psychisch eingestuft, das ist bei gewissen ein großes Problem, da dadurch eine Ketamintherapie nicht ethisch gerechtfertigt ist, aber die einzige Option ist die wirklich hilft.

Ich kenen eine Frau, völlig blaue Füße, schwerste neuropathische Schmerzen, Ketamin half ihr, jetzt wechselte der Doc und sie soll mal mit der Psyche arbeiten... keinen Menschen würde man mit schweren Brandwunden an großen Flächen ein wirksames Schmerzmittel verweigern, weil man diese ja mit der Psyche wegbekommt, das geht bei kleinen Brandwunden so 5x5cm oder mal ne Wurzelentzündung, nicht aber bei großen.

Wenn ein Arzt in den Befund psychosomatische Schmerzen reinschreibt, meint er in der Regel keine exakte sprachliche Definition sondern eine medizinische. Kein rzt würde je bei Krebsschmerzen psychosomatische Schmerzen schreiben.
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Re: Schmerzambulanz mit verschiedenen Schmerzen

Beitrag von februaryfriday » Donnerstag 18. Juli 2019, 10:17

Danke für eure Antworten!
Das "Problem" mit diesem ganzen Diagnosegedöns ist, dass ich jahrelang nach Depressionen therapiert wurde (die definitiv auch da sind), aber die ganze Angstgeschichte kaum behandelt wurde. Ich würde gerne irgendwann in meinem Leben in der Lage sein, zu Ärzten zu gehen, ohne Panikattacken zu haben/die Nacht davor so gut wie gar nicht zu schlafen etc...

@LF Ich habe bei meinem Psychiater ein sehr gutes Bauchgefühl.

@Sandra Danke für die ganzen Links, einen davon kannte ich schon. Ich werde mich mal informieren und auch am Montag nochmal mit meinem Psychiater reden...

Grüße.
sie/ihr, 24 J., Hemiparese rechts, rezidivierende Depressionen, Verdacht auf PTBS

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