Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

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Buhmuckel
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Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Buhmuckel » Sonntag 1. September 2019, 16:24

Hallo,
demnächst wird mein Handrolli fünf Jahre alt.
Habe mir den Termin im Kalender angekreuzt,
weil kurz danach wieder der nächste ‘Pflege-
TÜV’ stattfindet.

Wollte mich diesmal nicht mit einem immer mehr
zerbröselnden Rolli ‘rumärgern, sondern direkt
nach dem ‘Verfalldatum’ die Neuversorgung an-
leiern.

Bin bisher immer mit Latex Greifreifen-Über-
zügen gefahren, weil sie für mich besser zu greifen
sind, und mehr Power auf die Räder geben.

Hatte mal eine kurze Notiz über speziell geform-
Greifreifen gelesen, die beschichtet sind. Kann
mir jemand bitte einen Tip für den ‘Wunschzettel’
geben?

Für Spezialfälle im Winter hatte ich mir über
Kleinanzeige breite Schlappen gekauft. Versinke
in keinem Gulli oder Kopfsteinpflasterfuge mehr,
aber es ist für mein angeschreddertes Schulter-
gelenk nicht immer gut zu schaffen.

https://www.directupload.net/file/d/549 ... cm_jpg.htm

Dann eine grundsätzliche Frage: ‘Aktiv’-Falter,
wie bisher, oder mit Starr-Rahmen. Habe für
schwierigere Stunts meinen Optimus2 E-Stuhl,
für den ich immer den Rampen-Bus anmorsen
muß.

Kämpfe noch mit mir, ob ich den Wagen für
Kurzstrecken (Einkauf) abschaffen soll. Dann
müßte ich nicht mehr wie bisher den Falter
über die Heckkante des Wagens hieven. Viel-
leicht habt Ihr ein paar gute Ideen, was ich
machen könnte.

Ciao, Bu
~~Pflegegrade sind der Versuch, Elend in Worte zu fassen.~~

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Buhmuckel
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Buhmuckel » Montag 2. September 2019, 09:40

Keine Antwort? Schade... Bisher waren bei Hilfsmittelbedarf
immer Empfehlungen vom beratenden Pflegedienst auf dem
Bericht des 'Pflege-TÜV', also Beratungseinsatz nach §37
Abs. 3 SGB XI, vermerkt worden.

Bekam ich von der Krankenkasse oft ablehnende Ansage, ging
das bei Maßnahmen, die an die Pflegekasse gemeldet wurden,
oft recht fix.

Und da hier die geballte Fachkunde in Sachen Rolli versammelt
ist, dachte ich an hilfreiche Hinweise. Habe im Hilfsmittel- Be-
reich im Dorf nur einen Spezi, dem ich intern den Titel 'Windel-
Verkäufer' gegeben hatte.

Ciao, Bu
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Sania
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Sania » Montag 2. September 2019, 09:52

Was sind denn deine Fragen? Ich habe nur verstanden, dass du einen neuen Rollstuhl beantragen möchtest. Was du genau brauchst kann man nicht pauschal beantworten und ergibt sich aus deiner Behinderung und den aus den Problemen mit deinem alten Rollstuhl. Was sind denn deine Probleme?
Liebe Grüße
Sania

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Buhmuckel
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Buhmuckel » Montag 2. September 2019, 10:17

Moin,
hatte die Reihenfolge etwas durcheinander gewürfelt. Zunächst
die Frage nach der Art des Rollstuhls. Hatte bisher zwei Falt-
rollstühle, die ich immer mit montierten Rädern ins Auto geho-
ben hatte.

Da sich mein Verlauf verschlechtert, und ich mittelfristig sowie-
so kein Auto mehr fahre, wollte ich nach den Vorzügen von Starr-
rahmen fragen.

Die speziell geformten und beschichteten Greifreifen wurden da-
mals für bestimmte Krankheitsbilder empfohlen. Aber mehr Grip
kann meiner Einschätzung nach für schwächer werdende MSler
nicht schaden.

Ansonsten war der Schwenk zu meinen 'Winterreifen' für mich
nur zur Erinnerung, daß ich auf den Durchmesser der Steck-
achsen achten muß.

Ciao, Bu
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Sania » Montag 2. September 2019, 11:15

Also vom Fahren her würde ich niemals einen Falter wählen. Wenn du aber auf Taxis angewiesen bist, dann kann sein, dass du mit Starrahmen stehen gelassen wirst. Beim Rolli-Taxi natürlich nicht. Kommt daher auf deine Situation an. Bist du berufstätig? Dann hilft vielleicht ein neuer Autoumbau sowohl bei der Verladung als auch beim Autofahren. Ich fahre mit dem Rollstuhl in das Auto und sitze dort um. Falter brauche ich daher nicht. Platz genug ist im Bulli für mehrere Rollis meiner Größe :mrgreen:

Ich komme mit Gummigreifreifen welcher Art auch immer nicht klar. Zum Antreiben ist das natürlich gut, aber ich weiß nicht wie ich damit bremsen sollte. Handschuhe nerven mich von daher möchte ich keine und ziehe auch keine mehr zum Fahren an. Ich nehme daher immer pulverbeschichtete Greifreifen. Von Carbolife gibt es ergonomische. Die fand ich beim Testen gut und habe die nun beantragt.

Ich bin bei allen Entscheidungen so vorgegangen: im Rolli sitze ich 16 Stunden. Also mache ich da keine Kompromisse weder beim Gewicht noch bei der Bauart. Auto und Wohnung müssen sich dem Rollstuhl anpassen. Taxi fahre ich nicht, Öffis nur mit muskelstarker Begleitung.
Liebe Grüße
Sania

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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Buhmuckel » Montag 2. September 2019, 12:17

Hallo Sania,
danke für Deine Antwort. Unser Taxi-Betrieb im Dorf hat sowohl
Rampen-Busse, die meine Frau und ich für E-Scooter und E-Rolli
nehmen, als auch einige Kombis mit Heckklappe für Rollator und
Handrolli.

War vor meiner Diagnose 2000 selbständig, und bekam wenige
Monate später meinen ersten E-Stuhl. 'Voll erwerbsunfähig' stand
im Rentenbescheid. Deshalb kommen diese Hilfen für mich nicht
in Frage.

Hatte schon einige Handschuhe durchprobiert. Auch Segelhand-
schuhe waren dabei. Letztendlich bin ich bei etwas besseren Fahr-
radhandschuhen geblieben, mit denen ich auch an den Greifreifen-
überzügen schmerzfrei bremsen kann.

Wie ich das sehe, werde ich mich wohl nach einem gut durchtrai-
nierten Sanitätshaus umsehen. Erfahrung, große Auswahl, und ein
gut funktionierender Außendienst sind zwingend.

Gut, daß ich schon jetzt vor dem Termin an einen neuen Rolli ge-
dacht habe. Einen der früheren hatte ich aus Unkenntnis so lange
gefahren, daß er bald auseinander brach. Die Reha-Fuzzis, die mich
früher besuchten, zeichneten sich dadurch aus, daß ich oft mehr
Werkzeug hatte, als sie mitbrachten. Das will ich auch ändern...

Ciao, Bu
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Sania » Montag 2. September 2019, 13:56

Ich habe zu wenig Gefühl mit Handschuhen. Ich fahre einfach lieber ohne und bremse mit den Fingerspitzen. Außerdem sind mir überzogene Greifreifen zu dick. Ich bekomme die sehr schlecht gehalten. Da sieht man wie unterschiedlich die Anforderungen an einen Rollstuhl sind. Daher sind pauschale Tipps nicht möglich.
Liebe Grüße
Sania

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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Ida » Montag 2. September 2019, 17:40

ich fahr möglichst immer mit Handschuhen. Aber es sind mit Gel gepolsterte Fahrradhandschuhe , die ich auch immer beim Segeln benutzt habe. Solche mit abgeschnittenen Fingern. Gut eng sitzend und bis auf das Polster sehr dünn. Ohne hab ich schon Probleme an den Händen. Meine Greifreifen am Starrahmenrolli sind : Curve Para Grip für kleine Hände. Wenn Du noch das Antriebsrad wissen möchtest: 24" SiouXX "SP" ultralight Aktivrad.
:rolli: :rolli: :rolli:
Können vielleicht auch Bezeichnungen meiner Rollifirma sein. Die ist ja Off car.

Da du so ungeduldig warst, ich hab schon seit einem Weilchen festgestellt, zur Zeit wird wenig geschrieben. Und so gut wie nicht geantwortet. Dachte nur meine Beiträge interessieren grad nicht so sehr. Vielleicht die Hitze noch Sommerferien........ ;)

Gruß Ida

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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Buhmuckel » Montag 2. September 2019, 17:55

Hallo Ida,
vielen Dank für Deine Nachricht und die Daten. Da ich momentan
keinen Überblick über das 'Rolliangebot' habe, bleibt mir nur zu
hoffen, einen fähigen Reha-Laden im PLZ-Gebiet 53*** zu finden.
Habe ja noch etwas Zeit...

Ciao, Bu
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Pippi » Montag 2. September 2019, 19:23

Hallo,

ich habe auch die MSeuche und meist ist der Grund gegen den Starrahmen, dass viele meinen sie müssten ein geteiltes Fußbrett haben. Mir macht das Fußbrett überhaupt kein Problem und ich weiß nicht ob du aus dem Rolli noch aufstehst, denn dabei kann es stören.

Ja, im Sonderbau oder bei ProActiv gibt es auch ein Fußbrett das geteilt oder wegschwenkbar ist. Sonderbau muss gut begründet werden und die ProActiv Panzer sind mir viel zu schwer. Bei einem Eigengewicht von 50 kg sind mir 15 kg Rollstuhl deutlich zu viel.

Ansonsten sind die Fahreigenschaften eines leichten Starrahmen erheblich besser und ich werde nicht seekrank, weil beim Falter mit geteiltem Fußbrett jede Seite in eine andere Richtung fährt.

Allerdings steht im Meyra Versorgungsleitfaden, dass MSler einen Falter benötigen und da sich jeder Rehaberater schimpfen darf, haben so manche kaum mehr Wissen. Leider kostet eine gute Beratung Zeit und Zeit ist Geld.

Habe auch festüberzogene Greifreifen, weil diese losen Überzüge sich immer drehen. Im Flachland heißt es für mich wer bremst ist feige und Handschuhe mag ich nicht. Meine Greifreifen sind von Carbolife Curve Tetra, guck dich dort einfach mal um.
https://carbolife.de/de/produkte/greifreifen/

Da ich viel unterwegs bin und auch gerne mit wenig Anstrengung schnell rolle, habe ich 25 Zoll Reifen und finde sie besser als die kleineren.

Ansonsten hilft nur Testen bis zum Abwinken auch wenn viele Sanihäuser das ungern machen, eigentlich sollte man mindestens drei Tage zu Hause testen. Klar ist der Rolli nicht auf einen angepasst, aber trotzdem konnte ich große Unterschiede merken.

Frau muss der Rolli auch optisch gefallen also habe ich so lange Sanihäuser besucht bis ich mich durchgetestet und mein Wunschmodell bekommen habe.
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Viele Grüße
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Ida » Montag 2. September 2019, 19:39

Pippi, da haben wir was gemeinsam. Nicht nur die 50 kg Eigengewicht :)

und beim nächsten Rolli werd ich auch auf größere Reifen setzen. Ich hab ja noch das erste Modell. Das mit 24 Reifen.

Ida
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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Buhmuckel » Montag 2. September 2019, 20:00

Hallo, vielen Dank an die Damen für die wertvollen Tips.
Als Nächstes muß ich die Sanihäuser abklappern...

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Re: Neuer Rolli, Tips für ‘Wunschzettel’

Beitrag von Sania » Montag 2. September 2019, 20:35

Ich kann dir Schmicking in Holzwickede empfehlen. Dort habe ich eine super Beratung bekommen. Der Weg lohnt sich.
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