Neuropathische Schmerzen, Flachrücken

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Spastikerelias
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Neuropathische Schmerzen, Flachrücken

Beitrag von Spastikerelias » Montag 28. Oktober 2019, 00:40

Hallo,

ich war einige Monate nicht hier weil´s mir zunehmend schlechter ging und geht.

Vielleicht finde ich hier noch den Ein oder Anderen hilfreichen Hinweis.

Kurz zur Erklärung. Die Nächte (Schlafstörungen seit ich 12 bin, also mittlerweile 21 Jahre), sind extremst eskaliert. Was bedeutet, egal wann ich zu Bett gehe, ich schaffe es NIEMALS vor 5-8 Uhr zur Ruhe zu finden. Ich vermute es ist die Unruhe des ADHS, bin ja nicht mehr in der Lage mich auszulasten. Bis dahin bin ich, wenn ich schlafen sollte alle 30-90 Minuten wach, mit Glück mal 120.In extremen Nächten muss ich meine Fußssohlen bei jedem Aufwachen bearbeiten (lassen).

Leider findet sich keine eindeutige Diagnose da einfach zu viele andere Faktoren mit einspielen. Aber es ist sehr, sehr wahrscheinlich dass es sich um erworbene neuropathische Schmerzen handelt. Gabapentin und all das zeigt null Wirkung. Zuletzt wurde es mit Oxycodon akut behandelt. Durch Zufall musste ich Notfallbedingt auf Tramadol wechseln, in dieser Nacht wurde ich nur 2x vor Schmerz raus gerissen. Ich mache das nun seit dem 10.10. es sind immer mal Nächte dabei da geht trotzdem nichts aber seitdem ich die Dosierung-/Darreichungssform noch weiter angepasst habe (Retard und zum anfluten vor allem mitten in der Nacht 50mg als Brausetab. das meist 2x). Ich bin mittlerweile so am Ende und ausgezehrt dass es mir egal ist dass manche Ärzte Panik schieben von wegen Morphin in der Pumpe, Tramdol, Bedarfe usw. Hauptsache einer hat den Überblick und es ist alles im Rahmen. Nur das Schuhersatzproblem ist noch nicht adäquat gelöst.

Nun zeigt sich ein weiteres akutes Problem. Schuhe, auch Geox und Co ertrage ich maximal 20-30 Minuten. Okay, ich wollte nie zu Socken o.ä. Trägern gehören aber es ist nun mal so. Leider meldet sich bereits nach 60-90 Minuten im Rolli ebenfalls massiv der Flachrücken. Neulich musste ich einen Einkauf nach 2h abbrechen weil ich fast zusammen gebrochen bin. Soweit so schlecht. Ich meine, was bleibt noch, Luftkissen, Tarta-System, Rücken 7-fach verstellbar usw. Physiotherapie hab ich schon freiwillig auf 4x 50 und weitere 3x25 Minuten Atemtherapie aufgestockt (wird immer alles zusammen gelegt. Mehr geht nicht sowohl von meiner als auch Therapeutenseite.

Fängt es in den Füßen an zieht es sich hoch und umgekehrt, wie dann die Nacht verläuft kann man sich denken. Die Füße halten etwas länger aus wenn ich keine Schuhe trage. Leider ist hier Ärztetechnisch ein riesiges Chaos, ich hab aktuell nur noch einen Neurologen und Hausarzt, der Neurochirurg der im letzten Jahr übernahm hat urplötzlich die Klinik gewechselt, arbeitet nicht mehr ambulant. Das UKM hat derzeit nur EINEN Assistenzarzt der nur in der Lage ist zu befüllen. Mehr nicht. Wie es da weiter geht steht in den Sternen. Ich bin auf der Suche nach Ersatz, aber das gestaltet sich nicht einfach, auch weil viele Kliniken einfach weit weg sind.

Ich hab aus privaten Gründen keine Kraft mich auf Messen usw. umzusehen, bin also nicht auf dem aktuellen Stand. Hat jemand noch eine Idee? Ich erwarte keine Wunder aber wenigstens wieder etwas mehr Lebensqualität.

Gruß

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