Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

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limoncello
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Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von limoncello » Sonntag 1. Dezember 2019, 12:36

Moin ich brauch mal eure Hilfe. Ich versuch gerade zu helfen bei einem ganz lieben Menschrn den ich in Reha kennengelernt habe.

Vorab kurz die wichtigsten Infos:

Erkrankung ist MS, es kann kurze Strecken mit Rollator gelaufen werden, aber eben keine langen draussen zum Arzt oder so. Teilweise hilft dort die Frau sogar beim schieben.

Das Problem. Er ist sehr gross an die 2m und brauch einen Rolli bis 160 kilo.

Beantragt wurde nun seitens des Sanihauses ein Easy 300 an dem eine Stabilitätsstange zusätzlich angebaut werden soll. Mit allen Zusatzteilen die ich nicht so extrm teuer finde und einem Jay Kissen (was auch abgelehnt wurde) soll alles zusammen ca. 3500 euro kosten

Warum die Kk abgelehnt hat muss noch erfragt werden.

Was denkt ihr, was würdet ihr machen?

Wäre schön wenn wir ihm hier alle Optionen aufzeigen, zum einen Argumente für den Widerspruch sammeln aber auch evt was ganz anderes machen und empfehlen.

Wir haben hier ja schon mehr Erfahrung als jemand bei seiner Erstversorgung.

Vielen Dank schon mal im Voraus ...
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limoncello
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von limoncello » Sonntag 1. Dezember 2019, 15:42

Wenn der Ablehnungsgrund der wäre das ein Schieberolli ausreichend ist statt einem Activrolli dann würde ich prompt angeben bei nem Schieberolli is dann aber nen Zusatzantrieb nötig.

Weil dort die Selbstständigkeit nicht gegeben ist, schwergängig, Armkraft usw und das man eben selbstständig im Nahbereich zur Therapie und zum Arzt kommen muss.

Ein weiterer Grund wäre sicher, dass auch bei der Grösse die Ergonomie stimmen muss, um weitere Folgekosten zu verhindern was die Wirbelsäule und den Schulterbereich angeht.

Wenn das Problem wäre das die denken ein Rolli is gar jixht notwenig, dann muss man auf Folgekosten bei Stürzen eingehen, da die Kraft eben nur bei kurze Strecken in der Wohnung vorhanden ist aber eben nicht wenn man länger laufen muss oder auf unebenheiten aufn weg zur Therapie und zum Arzt....
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Pippi
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Pippi » Sonntag 1. Dezember 2019, 16:46

Meine erste Frage wäre wie der Antrag gestellt wurde?

Wahrscheinlich wird bei diesem Sonderfall ein Rezept ohne ausführliche Begründung nicht reichen.

Allerdings finde ich die Rollstuhlwahl als nicht geeignet bei den Vorraussetzungen. Der easy 300 ist eine knarzende Klapperkiste und für das Gewicht überhaupt nicht geeignet. Es gibt Rollstühle die dieses Gewicht aushalten, während der easy nur bis 140 kg geht und diese Stabilitätsstange doch nicht mehr als Flickwerk ist.

Daher finde ich die Ablehnung völlig richtig.

Der ProActiv Traveller mit Heavy Duty Ausstattung schafft 180 kg und ist kein Flickwerk. Das Sanihaus scheint ebenfalls nicht gerade die beste Wahl zu sein, wenn sie so etwas basteln wollen.
Viele Grüße
Pippi

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limoncello
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von limoncello » Sonntag 1. Dezember 2019, 17:06

Es ist halt ne typische Erstversorgung. Der Antrag wurde aus der Reha raus gestellt. Da verlässt man sich meist unwissend drauf das alles richtig wird.
Meine Erstversorgung wurde auch aus Reha raus gestellt und war ne Katastrophe. Hatte ja am Ende sogar den Antrag zurückgezogen und nochmal alles neu gemacht. Da wird keine große Begründung dabei gewesen sein, da die ja meist nur Standard verordnen.

Wer weiss was der Ablehnungsgrund ist, vllt stört sich der Sachbearbeiter sogar genau an dem was du schreibst könnte auch sein. Oder es wurde nur die Pauschale bewilligt, oder es soll kein Activrolli sein sondern nen simpler billigerer Schieberolli. Aber den Grund wissen wir ja hoffentlich bald...
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Pippi » Sonntag 1. Dezember 2019, 18:16

Ich würde um diesen Rolli überhaupt nicht weiter kämpfen und nach dem ihr den Ablehnungsgrund kennt einen geeigneteren Rolli beantragen.

Habe gerade nochmal in das Bestellblatt geguckt und eine Stabilisierungsstange, automatisch faltend (ab SB 360 mm ) gibt es als Zubehör für 100 €.

Traurig, dass man nicht mal in der Reha ordentlich beraten wird. Die Klinik trägt so ein tolles Zertifikat der DMSG, aber das ist leider nicht mal das Papier wert auf dem es gedruckt wird. Leider, gibt es keine Stelle an der man wirklich gut mit einem Rollstuhl versorgt wird. Du kennst dieses Trauerspiel ja selber.

Der hochgelobte Quellenhof im Schwarzwald hat eine wirklich gute Rolliabteilung in der ich gelernt habe nicht abgesenkte Bordsteine zu überwinden und kurze Strecken nur auf den Hinterrädern zu fahren, aber bei der Versorgung sind sie genauso unterirdisch und wenig individuell.
Viele Grüße
Pippi

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Leni Hupfer » Sonntag 1. Dezember 2019, 18:40

Hallo,

vorab kurz zum easy 300. Ich kann die hier getätigte Meinung nicht bestätigen. Als Falter hat er natürlich bestimmte Eigenschaften, die ich unterm Strich aber postiv bewerten würde. Als Rollstuhl in Verbindung mit einem elektrischen Zusatzantrieb kann er durchaus das Hilfsmittel der Wahl für einen Menschen mit MS sein. Meiner Erfahrung nach.

Zu Deinem Bekannten. Bei einer Größe von ca. 2 m und einem Gewicht von ca. 160 kg erscheint mir ein Schieberollstuhl eher ungeeignet. Wer soll dieses Gewicht bewältigen. Ich persönlich würde einen Rollstuhl empfehlen, der speziell für große Menschen konzipiert ist. Bei MS ist nach meiner Meinung zur Sicherstellung der selbständigen Mobiltät auch ein elektrischer Zusatzantrieb anzudenken. Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass bei MS ein deutlicher Kraftverlust in der Laufzeit möglich ist.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass Neurologen oft der Ansicht sind, dass auf einer Verordnung der Hinweis auf die MS genüge. Das ist leider falsch. Es sollte immer zwingend die besondere Situation des Einzelnen und die daraus folgenden Spezifikationen sachlich nachvollziehbar dargestellt werden.
Sonnige Grüße und einen guten Tag

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Sania » Sonntag 1. Dezember 2019, 21:13

Ich fände es gut, wenn sich der Bekannte hier anmelden würde. Ich finde eine direkte Kommunikation besser.

Ohne den Ablehnungsgrund zu kennen (ist es wirklich eine oder hat wieder nur das Sanitätshaus das gesagt) kann man nicht weiterhelfen. Auch kennen wir die Situation nicht, auch nicht was der Bekannte sich vorstellen kann. Also welcher Antrieb in Frage kommt etc. Bei 160kg und MS würde ich ohne ihn zu kennen und ohne zu wissen, was er will einen E-ROLLI empfehlen. Die Antriebe schaffen das Gewicht gar nicht. Vielleicht noch der E-Fix. Aber E-Motion geht schon mal nicht.
Liebe Grüße
Sania

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von limoncello » Sonntag 1. Dezember 2019, 21:24

E Fix E 36 geht bis 160 kg und Emotion bis 150 kg ;-)
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Sania » Sonntag 1. Dezember 2019, 21:49

Dann muss der Rolli aber mehr aushalten als 160kg.
Liebe Grüße
Sania

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von limoncello » Sonntag 1. Dezember 2019, 22:00

Kann man dann ja so ausrichten. Ich schrieb ja wenn der abgelehnt wird und ein anderer her muss dann würde ich sagen ok aber dann nur mit Zusatzantrieb.
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von ulik » Montag 2. Dezember 2019, 06:44

Huhu,

Die Antriebe gehen nur bis 120 Kg glaub ich.
Ich finde sicher auch noch Argumente, aber dazu brauchts den Ablehnungsgrund.

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Sania » Montag 2. Dezember 2019, 07:03

Hallo Ulik,

die aktuellen Alber Antriebe gehen bis 160kg beim E-Fix (nur E36) und der E-Motion bis 150kg. Dem Rest kann ich nur beipflichten. Ohne Ablehnungsgrund kommt man nicht weiter. Ich fände es besser, er stellt seine Fragen direkt. Das erleichtert die Kommunikation.
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Gesa » Montag 2. Dezember 2019, 10:08

Auch ich fände direkt wesentlich besser.

Warum Schieberollstuhl? Wenn er in der Lage ist, kognitiv sich selber zu bewegen, ist die Selbständigkeit wichtig, also braucht er einen Stuhl, mit dem er auch selbständig sein kann, und das wird bei dem Gewicht auch ohne MS und eventuelle Armeinschränkungen echt schwierig.

Ich würde niemals mit 160 kg etwas nehmen, was bis 160 kg zugelassen ist, in den allermeisten Fällen hält das dann nämlich auf Dauer auch nicht. Und ich würde auch ganz bestimmt keinen Faltrolli nehmen, wenn ich ein klein wenig mehr aktiv sein will.

ProActiv Heavy Duty ist auf jeden Fall sicher eine gute Wahl.

Bei so einem Gewicht könnte man bei entsprechender Mobilität auch versuchen, ein elektrisches Handbike als Zusatzantrieb zu bekommen, denn wenn ich das richtig verstehe, kann er in der Wohnung ja noch mit einem Rollator?

Ich würde ein wirklich gutes Sanitätshaus suchen, und vielleicht auch, gerade hier im Norden, eine Beratung beim Außendienst von ProActiv in Anspruch nehmen, egal ob die Stühle am Ende in Frage kommen oder nicht, der hier im Norden ist einer der Menschen, die wirklich richtig viel Ahnung von den allermeisnten Dingen im Hilfsmittelbereich haben.

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von limoncello » Montag 2. Dezember 2019, 12:23

Er hat keine 160 kg ....er brauch aber einen Rolli bis 160 kg
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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Pippi » Montag 2. Dezember 2019, 17:16

Leni Hupfer hat geschrieben:
Sonntag 1. Dezember 2019, 18:40
vorab kurz zum easy 300. Ich kann die hier getätigte Meinung nicht bestätigen. Als Falter hat er natürlich bestimmte Eigenschaften, die ich unterm Strich aber postiv bewerten würde. Als Rollstuhl in Verbindung mit einem elektrischen Zusatzantrieb kann er durchaus das Hilfsmittel der Wahl für einen Menschen mit MS sein. Meiner Erfahrung nach.
.
Du hast selber aber keine MS und es kommt ja gleich schon die Einschränkung mit Zusatzantrieb, der hier nicht beantragt wurde. Welche Eigenschaften sind das denn die Du als positiv bewertest? Ich bleibe bei meiner Aussage, dass der easy 300 eine Klapperkiste ist und dazu ist er auch noch völlig überteuert. Am Rande der Belastungsgrenze wird er auch nicht lange überleben.

Selbst mit einem Zusatzantrieb möchte ich den nicht geschenkt haben und leider sehe ich bei MS mehr schlechte Versorgungen als wirklich gute. Es gibt MSler, die den einzigen Vorteil eines Falters (das entfernbare Fußbrett) dringend benötigen , aber das sind gar nicht so viele. Hätte ich bei meiner MS so einen Falter mit Zusatzantrieb wäre ich erheblich eingeschränkter als mit leichtem Starrahmen.

Irgendwelche Vorgaben funktionieren nicht und daher sollte jeder Testen was das Zeug hält nur so findet man seinen individuellen Rollstuhl.
Viele Grüße
Pippi

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Sania » Montag 2. Dezember 2019, 18:49

Bei MS oder Muskelerkrankungen wird reflexartig der Sopur Easy von den Sanitätshäusern aufgedrückt. Der ist günstig im Einkauf zu haben und wird für die Aktiv-Rolli Pauschale abgegeben. Super! Anpassbar, daher kann der nochmal über den Wiedereinsatz lohnend einem armen Mucki oder MSler untergeschoben werden. Völlig egal, ob das Benutzergewicht 35kg oder 145kg ist. Passt schon. Oder wird passend gemacht, wie in diesem Fall. Nur wer bei drei auf dem Baum ist, bekommt was vernünftiges. Nach vielen Lügen und Erpressungsversuchen seitens des Sanitätshauses.
Zu Lasten der Patienten und deren Angehörigen, die nun dieses Monstrum rumschleifen dürfen. Ich kann leider nicht mehr anders als mit Sarkasmus reagieren, wenn mich mal wieder ein Sanitätshaus veralbern will. Letzthin sollte ich tatsächlich für das Testen was zahlen. "Aber wir können Ihnen kostenlos zum Testen" unseren größten Mist natürlich auch anbieten.

Warum der nun abgelehnt wurde, erschließt sich mir nicht. Ich denke, der Kasse schwebt ein Dietz Schieberolli vor. Wer soll sich schon selbst bewegen können.
.
Liebe Grüße
Sania

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Sania » Montag 2. Dezember 2019, 19:00

Es gibt ein Mittel gegen diese Machenschaften:
- Testen und Herausbekommen was man braucht
- nichts glauben was das Sanitätshaus sagt
- Begründung schreiben
- Verordnung dementsprechend ausstellen lassen am besten mit Attest
- Kostenvorschlag vom Sanitätshaus holen
- Antrag selbst stellen und die Verordnung niemals einem Sanitätshaus in die Hand geben
Liebe Grüße
Sania

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Leni Hupfer » Montag 2. Dezember 2019, 21:35

Hallo,

um Missverständnisse zu vermeiden, zum einen gehöre ich zu den MS-Betroffenen hier im Forum und kann deshalb auch zur MS etwas, soweit man dies zur MS überhaupt kann, schreiben. Zum anderen fahre ich den easy 300 seit 2001 und seit 2005 mit dem Zusatzantrieb e-fix. Ich habe also durchaus einige Jahre Erfahrung mit dem Rollstuhl.
Positiv für mich persönlich sind die abschwenkbaren, abnehmbaren Fußstützen, die höhenverstellbaren Schiebegriffe und die Faltmöglichkeit.

Allerdings halte ich auch den easy 300 in dem hier geschilderten Fall für ungeeignet. Dies hatte ich auch so geschrieben.

Wichtig ist für den betroffenen Mann, dass sein individueller Bedarf - auch weil uns nähere Hintergründe fehlen -, in der Verordnung ausführlich begründet ist.
Sonnige Grüße und einen guten Tag

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von Sania » Montag 2. Dezember 2019, 22:19

Leni, wenn dir der easy gefällt und du damit klar kommst, dann ist gut. Er erfüllt seine Bedürfnisse und so soll es sein.

Ich kenne nur auch einige klapperdürre Muskelkranke, die sich mit diesem keinen Meter vom Fleck und dann mal in einen leichten Starrahmen gesetzt ihre ersten Runden durch das Haus drehen.

Wenn es um den Bedarf nach geteilten Fussplatten geht: Ein Blick in den Ersatzteilkatalog von Sopur zeigt, dass es die geteilten Fußplatten sowohl für für den Helium, den Argon und natürlich auch Xenon gibt. Bei anderen Herstellern sicher auch. Höhenverstellbare Griffe sowieso. Falter hat jeder in Angebot.

Da wir die Bedürfnisse des Bekannten Unbekannten nicht kennen spekulieren wir hier rum. Vielleicht ist auch das das eigentliche Problem und die Begründung deswegen so dürftig, dass die Kasse abgelehnt hat. Daher denke ich, es es wäre gut für den Betroffenen, aktiv zu werden und sich anzumelden. Ansonsten macht die Kasse und das Sanitätshaus halt irgendetwas.
Liebe Grüße
Sania

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Re: Rollstuhl abgelehnt - besondere Masse bei MS

Beitrag von limoncello » Montag 2. Dezember 2019, 23:21

Ich finde geteilte Fussrasten total schrecklich, die gehen viel zu schnell kaputt. Ich mag ein durchgehendes Fussbrett was hochklappbar und seitlich wegschwenkbar ist. Aber das muss jeder für sich selbst nach testen wissen.

Das was Leni beschreibt ist jedenfalls nix besonderes vom Easy. Das kann eigentlich jeder faltbare Rolli von Sopur. Da muss ich Sania recht geben und die teureren Rollis von Sopur sind um einiges leichter und daher besser fahrbar als der Easy.
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