Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

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ulik
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von ulik » Samstag 20. Juni 2020, 19:34

Huhu,

Ich habe es geschafft und bin sehr gut in meiner neuen Wohnung angekommen. Ich habe mich direkt wohl gefühlt. Obwohl ich 2 Tage kaum was hatte außer mein Bett.

Dies hat das Sanihaus am Donnerstag leicht zähneknirschend umgesetzt.

Ich bin überwältigt. Ich habe ein echt starkes Bad. Es ist nicht größer als das vorherige. Aber anders angeordnet und mit Dusche und Schiebtür wirkt es größer.

Die Wohnung wird als Rollifahrer eingerichtet. Wenn ich laufen kann laufe ich und wenn nicht dann nicht. Bis jetzt passt alles... Und der e-motion ist ja recht breit in den Radnaben.😊

Ich habe eine pvc-farbene Rampe zum Balkon. Und klogriffe deluxe.


Der Rolliplatz außerhalb der Bude zum laden ist der Kracher. In dem Raum gibts sogar ein Licht mit Bewegungsmelder u.v.m.

Ich Teile mir den Raum mit der 2. Rolliwohnung gegenüber von mir.

Von 36 qm auf 61 ist sehr entspannt. 😊


Diese Aktion im Vorfeld war jede Nachtschicht, Schweiss, Träne und Wirbelblockade usw. wert.

Mein Dank geht an Euch. Besonders an Gesa. :kiss: :boom: :perfekt:

Edit: jetzt heißt es binnen 9 Tagen wie alte Wohnung abgabefähig machen. Das wird noch mal anstrengend.
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Ida » Samstag 20. Juni 2020, 21:20

ich sag nur Gratulation. von 36 auf 61 qm , da braucht man eh nichts weiter zu sagen.

:beer: :beer:
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Norbert » Sonntag 21. Juni 2020, 08:14

Hallo Ulik

Toll, daß der Umzug so gut geklappt hat. Fühle Dich wohl in der neuen Wohnung. Von mir auch alles Liebe und Gute für die Zukunft,
LG Norbert

:top: :perfekt: :beer:
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Sania » Sonntag 21. Juni 2020, 11:23

Von mir auch alles Gute in der neuen Wohnung :blow:
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Liebe Grüße
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Janis » Sonntag 21. Juni 2020, 13:10

Hallo Ulik,
ich wünsche dir gutes Einleben. :)
Das liest sich wirklich prima und dass es all die Aufregung und Mühe und Ungewissheit wert ist.
Viele Grüße
Janis
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Sinale » Sonntag 21. Juni 2020, 14:46

Hallo Uli,

Klasse, ich freue mich mit dir! :kaffee:

:boom:
Viele Grüße
Sinale

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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Benjamin » Montag 22. Juni 2020, 05:11

Viel Erfolg in der neuen Wohnung :blow:
Wir schauen Freitag ein Grundstück an, wenn die Umgebung passt, dann kaufen wir wohl demnächst ne Wohnung :liebe: wird auch ein großer Schritt, zumal es dann bei uns auch von 65qm auf knapp 120qm gehen wird. Das Bad wird aber definitiv größer als in der Wohnung hier :mrgreen:

Viele Grüße
Benjamin
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von ulik » Montag 22. Juni 2020, 06:01

Hi,

Vielen Dank an alle.
@ Benjamin: Sehr cool. Ich drück dir den Daumen, das du genau so viel Glück hast wie ich.

Zurückblickend hatte ich vom der "Idee" bis zur Umsetzung knapp 8 Monate. Vor 6 Monaten zum Teilhabeplan hab ich mich erstmals offiziell dazu geäußert. Sehr zum Leid des Amtes. Fluch und Segen einer Zielvereinbarung und der allgemeinen Abschlussfrage, "wie stellen sie sich ihre Zukunft vor bzw was wollen sie sonst noch erreichen?" 🤣🤣🤣🤣🤣🤣
(mein Hilfebedarf wird nie enden)

Mir klingt noch der leicht angefressene Satz Der Sachbearbeiterin im Ohr: "Die Umzugspläne sind doch im Rahmen des ITP entstanden?!"

Selbst wenn, ist das doch nicht relevant für die Angemessenheit der Wohnung.
Hätte der gute Mensch mal besser nicht gefragt und mich dazu bewegt das zu erwähnen.🤣🤣🤣🤣

Hat man eigentlich nur mit Rolli "Anspruch" auf 60 qm?
Ich dachte immer das liegt an den Merkzeichen und dem GdB?

Ich glaube nämlich nicht das es an der Restgehfägigkeit lag. Es passte vermutlich einfach preislich nicht ins Schema F.

Denn man war ja auch nicht zur Anhörung bereit.

Auf jeden Fall nimmt mich das Amt jetzt ernster, war wohl "ungünstige" Erfahrung. 😉
Zuletzt geändert von ulik am Montag 22. Juni 2020, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Benjamin » Montag 22. Juni 2020, 07:43

Huhu,

Danke ;) Bei uns läuft das Vorhaben größere Wohnung bzw. Eigentum schon ne ganze Zeit, aber das was wir uns bisher angeschaut hatten, hat leider nie so wirklich gepasst. Entweder net wirklich barrierefrei oder die Lage total beschissen.
Richtgröße ist für eine Person 45qm, jede weitere Person jeweils 15qm und fürn Rolli gibts halt auch die 15qm dazu.
Daher waren dann rund 60qm bei dir eben angemessen. Ob Vollzeit-Rolli oder Teilzeit-Rolli spielt da soweit ich weiß keine große Rolle.

Viele Grüße
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Gesa » Montag 22. Juni 2020, 11:08

Moin,

sobald in der Wohnung Rollstuhl oder Rollator benötigt wird, und dieses ärztlich nachgewiesen ist, sollte einem eigentlich die 15 qm mehr zustehen. Blinden Personen stehen diese auch zu, soweit ich weiß, andere Gruppen sind mir nicht bekannt.

Benjamin, ich drücke Euch die Daumen, dass das was wird!

Lg Gesa

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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von limoncello » Montag 22. Juni 2020, 12:36

So isses: Behinderte, die einen Behindertenausweis mit den Merkzeichen “G” oder “aG” besitzen, also schwerbehindert und in der Regel auch gehbehindert sind, können einen Mehrbedarf bis zu 15 qm; an Wohnraum geltend machen, z.B. Rollstuhlfahrer oder Benutzer eines Rollators, aber auch stark Sehbehinderte und Blinde.

Und das weist man mit ner kopie des SBA nach bzw ggf noch nem attest vom arzt das man zb dauerhaft auf nen rolli angewiesen ist.

Der Mehrbedarf hätte dir sofort zugesprochen werden müssen! Es gibt keine Gründe es abzulehnen auch keine finanziellen zumindest wenn das oben genannte bekannt war. Aber Gesa weiss ja wodrans genau lag das kann sie dir ja beantworten.
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Gesa » Montag 22. Juni 2020, 15:00

Grundsätzlich heißt auch ein aG nicht, dass in der Wohnung nicht eine Fortbewegung ohne Hilfsmittel möglich ist, daher reicht meist das Merkzeichen allein nicht, es muss klar sein, dass platzraubende Hilfsmittel benötigt werden. Das einfach nochmal zur Klarstellung, falls hier wer mit liest, der in ähnlicher Weise gerade kämpft.

Ein ärztliches Attest, aus dem hervorgeht, dass ein Rolli oder Rollator auch in der Wohnung benötigt wird (und im Zweifel aufgrund baulicher Gegebenheiten zulasten der Gesundheit nicht genutzt werden kann), kann dabei Wunder wirken.

Gegen Merkbefreiung bei manch einem Behördenmitarbeiter reicht auch das manchmal nicht, aber das ist dann eine andere Sache ;)

Lg Gesa
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von limoncello » Montag 22. Juni 2020, 16:46

Richtig deshalb schrieb ich ja SBA und ggf Attest vom Arzt "dauerhafte Nutzung" (bedeutet eben auch in der wohnung) ich würde auch immer beides beilegen....
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von ulik » Montag 22. Juni 2020, 19:25

Gesa hat geschrieben:
Montag 22. Juni 2020, 15:00

Gegen Merkbefreiung bei manch einem Behördenmitarbeiter reicht auch das manchmal nicht, aber das ist dann eine andere Sache ;)
Haha Gesa made my das! 😁
Mein Sozialhilfeträger ist schon sehr speziell um es mal freundlich zu formulieren.

Ich glaube die hätten so oder so abgelehnt. Weil es eben die Richtlinien gibt und daran hat man sich als Sachbearbeiter sich strikt zu halten. So oder so ähnlich hieß es in der wenig motivierten Vorsprache im Amt vom Sachbearbeiter.

Ich finde "überwiegend Rolli" nicht so schlecht attestiert. Da man als Rentner auch mehr zu Hause als unterwegs.

Das wusste das Amt, weil die ermittelt haben, ich brauch ne Tagesstruktur.... Das wurde wahrscheinlich genau so fachkundig ermittelt wie, das ich gut gehfähig bin und das der Mensch nur 3,38h Freizeit in der Woche hätte.
😂😂😂😂😂

Das ganze nennt sich dann individuelle Bedarfsermittlung....

Gut laufen können in Verbindung mit aG ist ja immer so ne Sache. Ganz ehrlich alles in allem war paradox um zu sparen. Viele halten das Verfahren nicht durch, knicken ein oder können nicht wie sie möchten. Dann hat die Behörde gewirtschaftet. Traurig aber wahr..

Für m. Lebensunterhalt nach SGB XII ist nicht das Sozialamt der Stadt zuständig, weil ich Eingliederunhshilfe im Bereich wohnen bekomme.

Aber das alles ist egal. Denn ich habe geschafft.
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Gesa » Montag 22. Juni 2020, 20:29

Das Problem ist ja, dass mit einem ag im Ausweis keine Aussage über die Fortbewegung in der Wohnung getroffen ist. Wusste ich auch lange nicht, bis ich das h dazu bekam, weil ich auch in der Wohnung den Rolli brauche.... fallstricke in Paragrafen lassen grüßen...

Deshalb muss man ja auch immer wieder bei null anfangen, wenn man was beantragt... auch wenn es tierisch nervt.

Und spezielle Kostenträger brauchen dann eben auch spezielle Behandlung, aber das weiß man ja nun :)
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von ulik » Montag 22. Juni 2020, 20:53

Wobei auch nicht jeder der in der Wohnung den Rolli immer braucht das "H" bekommt.
Ich meine, das da mal bei Rehatalk einige betroffen waren.


Schon nach 4 Tagen merke ich mittelstarke gute Veränderungen in verschiedenen Bereichen. Echt Ihre, das der Wohnraum für uns soviel ausmacht.

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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von limoncello » Montag 22. Juni 2020, 22:22

Ist ja auch richtig da gilt folgendes (Auszug aus Paragraph 2 VersorgungsmedVerordnung):

Hilflos sind diejenigen, die infolge von Gesundheitsstörungen - nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB I X) und dem Einkommensteuergesetz „nicht nur vorübergehend" - für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung ihrer persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages fremder Hilfe dauernd bedürfen. Diese Voraussetzungen sind auch erfüllt, wenn die Hilfe in Form einer Überwachung oder einer Anleitung zu den genannten Verrichtungen erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich ist.

Häufig und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen zur Sicherung der persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages sind insbesondere An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Körperpflege, Verrichten der Notdurft. Außerdem sind notwendige körperliche Bewegung, geistige Anregung und Möglichkeiten zur Kommunikation zu berücksichtigen. Hilflosigkeit liegt im oben genannten Sinne auch dann vor, wenn ein psychisch oder geistig behinderter Mensch zwar bei zahlreichen Verrichtungen des täglichen Lebens der Hilfe nicht unmittelbar bedarf, er diese Verrichtungen aber infolge einer Antriebsschwäche ohne ständige Überwachung nicht vornähme. Die ständige Bereitschaft ist z. B. anzunehmen, wenn Hilfe häufig und plötzlich wegen akuter Lebensgefahr notwendig ist.

Der Umfang der notwendigen Hilfe bei den häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen muss erheblich sein. Dies ist der Fall, wenn die Hilfe dauernd für zahlreiche Verrichtungen, die häufig und regelmäßig wiederkehren, benötigt wird. Einzelne Verrichtungen, selbst wenn sie lebensnotwendig sind und im täglichen Lebensablauf wiederholt vorgenommen werden, genügen nicht (z. B. Hilfe beim Anziehen einzelner Bekleidungsstücke, notwendige Begleitung bei Reisen und Spaziergängen, Hilfe im Straßenverkehr, einfache Wund- oder Heilbehandlung, Hilfe bei Heimdialyse ohne Notwendigkeit weiterer Hilfeleistung). Verrichtungen, die mit der Pflege der Person nicht unmittelbar zusammenhängen (z. B. im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung) müssen außer Betracht bleiben.

Bei einer Reihe schwerer Behinderungen, die aufgrund ihrer Art und besonderen Auswirkungen regelhaft Hilfeleistungen in erheblichem Umfang erfordern, kann im Allgemeinen ohne nähere Prüfung angenommen werden, dass die Voraussetzungen für das Vorliegen von Hilflosigkeit erfüllt sind. Dies gilt stets
aa)
bei Blindheit und hochgradiger Sehbehinderung,
bb)
Querschnittslähmung und anderen Behinderungen, die auf Dauer und ständig - auch innerhalb des Wohnraums - die Benutzung eines Rollstuhls erfordern,

in der Regel auch
aa)
bei Hirnschäden, Anfallsleiden, geistiger Behinderung und Psychosen, wenn diese Behinderungen allein einen GdS von 100 bedingen,
bb)
Verlust von zwei oder mehr Gliedmaßen, ausgenommen Unterschenkel- oder Fußamputation beiderseits. (Als Verlust einer Gliedmaße gilt der Verlust mindestens der ganzen Hand oder des ganzen Fußes).


Ich hab das H bekommen ohne es beantragt zu haben, ich hab ohne es zu wissen bei antrag auf 100 GdB und aG so detailiert meine Situation geschildert und oben genanntes erfüllt das ich das H automatisch mitbekommen habe.
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von ulik » Montag 22. Juni 2020, 22:42

Es ist nicht richtig, das es die nicht bekommen denen es zusteht und ich rede nicht von mir.

Ich hätte vllt Anspruch, da kann man sich wieder streiten. Ich bin jedoch mit m. Nachteilsausgleichen soweit "zufrieden".

Limo, ich musste beim Lesen deines letzten Beitrags leider aussteigen. Er ist zu lang.

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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von limoncello » Montag 22. Juni 2020, 23:10

Es gibt Verordnungen die sind so lang und die muss man auch so lang lassen wenn da überall relevantes steht und Begriffe dadrin erklärt werden.

Ich mach mir immer die Mühe sowas zu lesen bevor ich anfange begründungen zu schreiben, das kann ich jedem anderen auch nur raten.
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Re: Umzug in Rolliwohnung bzw. barrierefrei!

Beitrag von Ida » Dienstag 23. Juni 2020, 09:57

ich sag hier mal:

auch wenn die Widergabe des ganzen Paragrafen, als etwas lang empfunden wird.

Vielen Dank dafür, viele Beiträge hier helfen einem. In dem speziellen Fall, kannte ich die Zusammenhänge und Voraussetzungen für das Merkzeichen H nicht. Besonders die Voraussetzung, auf den Rolli in der Wohnung angewiesen zu sein.
:perfekt:

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